sansibar

Designer für Lebenskultur

Essen im Oliv.

16. May 2010 Von: Sandro Kategorie: Essen, Trinken Noch keine Kommentare →

Nachdem sansibar aus kulturellen Gründen Basel besuchten (siehe «Basquiat in der Fondation Beyeler.»), wollten wir die Stadt auch von seiner kulinarischen Seite besser kennenlernen. Dank Gault Millau und kurzer Internet-Recherche stiessen wir rasch auf das Restaurant Oliv im Eckhaus am Viadukt. Es sollte sich als Volltreffer erweisen.

Wo vor einigen Jahren der Gourmet-Tempel «Le Bourguignon» stand, haben die Inhaber Gregory und Suzanne Holzmann das «Oliv» im August 2005 eröffnet. Modern und gemütlich, ein unkompliziertes und angenehmes Ambiente, wo die mediterrane Küche Trumpf ist.

So schmeckten uns denn Thunfisch-Tartar, hausgemachte Bärlauch-Ricotta-Gnocchi mit Artischockenschaum und der Brasato mit Kartoffelstock ausnehmend gut. Auch die empfohlenen Weine – ein weisser Tessiner Merlot von Guido Brivio (La Contrada, 2008) sowie der Vino Nobile di Montepulciano Riserva (La Casella, 2004) – mundeten uns vorzüglich.

Fazit: Kein Gourmet-Restaurant, was die Preise betrifft. Wohl aber eins, was die Kochkünste, den Service und das Angebot an frischen Gerichten und ausgewählten Weinen angeht.

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Schlaraffeninsel.

27. July 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Feiern, Reisen, Trinken, Wohlfühlen 1 Kommentar →

Schlaraffeninsel

Ein Sommerwochenende aus dem Bilderbuch. Zwei Tage auf der St. Petersinsel bei unseren Freunden Vérène und Bänz in ihrem schnuckeligen Häuschen sind Seele und Magen wohl bekommen. Am Samstag verbrachten Bänz und ich einige Stunden in der perfekt bestückten Küche am Bielersee, um unsere Liebsten mit einer 8-Gang-Schlemmertour zu verwöhnen und ihnen köstlichen Wein zu kredenzen. Und diese beinhaltete:

  • Kräuter-/Knoblauchbrot, marinierte Zucchetti und Champignons vom Grill begleitet von Veuve Cliquot.
  • Thunfischtartar mit Zitronenschaum, dazu Bianca von Bruno Martin aus Ligerz.
  • Gaspacio andaluz mit auf Holzkohle gegrillter King Prawn und noch mehr Bianca.
  • gebratene Eglifilets mit Sauce Tartar Primo und Sommersalat an leichter Vinaigrette. Kühle Begleitung: Chardonnay von Bruno Martin aus Ligerz.
  • Pestorisotto mit Campo ai Sassi, Rosso di Montalcino, Marchesi de Frescobaldi.
  • Marinierte Rindshuftsteaks vom Grill mit Folienkartoffel und Gemüsepfanne und einem Glas sensationellem VignaRé, Bolgheri Superiore 2004, Tenuta Guicciardini Strozzi aus der Enoteca Tognoni in Bolgheri.
  • Regionale Käsevariationen warm und kalt aus der Molkerei in Erlach, begleitet von einem voluminösen Clos Plince Pomerol 2006.
  • Hausgemachtes Himbeer- und Brombeer-Sorbet mit frischen Heidelbeeren.

Ein gelungener Event. Die Gault-Millau-Punkte werden demnächst vergeben, die Rezepte unter der Hand gehandelt.

Schlaraffeninsel

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Von edlen Tropfen und berühmten Knollen.

31. May 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Trinken 1 Kommentar →

syrah

Ein edles Geschenk hat uns gestern Abend wahre Gaumenfreuden bereitet: Der Syrah de Diolly 1999: zart, rund und weich. Die rote Rebsorte wurde vom Schweizer Rebenzüchter Dr. Henri Wuilloud in den 1930er-Jahren in der namensgebenden Gemeinde Diolly oberhalb von Sion eingeführt. Die Rebsorte Syrah findet man heute der Rhone entlang im Wallis an den sonnigsten und besten Lagen. Ganz nach dem Motto «guten Wein soll man trinken», begleitet uns der edle Geschmack noch heute im Gaumen.

belperknolle

Syrah passt ausgezeichnet zu Käse und diese Kombination haben wir mit feinsten Sorten aus der Käserei Glauser in Belp mit viel Freude getestet. Bei jedem einzelnen Käse kommen wir ins Schwärmen. Ein schon fast berühmter Sonderling ist die Belper Knolle, eine Kugel mit viel Knoblauch und schwarzem Pfeffer. Ob zum Dessert oder als Hauptspeise – geraffelt über einen Teller Pasta – die Belper Knolle ist vielseitig kombinier- und einsetzbar.

 

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Namaste masala dosa.

29. January 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Reisen, Trinken 1 Kommentar →

Das unscheinbare Entrée des Mahamaya Indian Restaurant an der Länggassstrasse 43 lässt an der Take-Away-Theke noch nicht erahnen, welch wunderbares kulinarisches Reich sich in den hinteren Räumen verbirgt. Der Duft aber lässt erkennen, dass es sich hier um eine wahre indische Oase handeln muss. Kombiniert mit gedämpftem Licht, massiven Holzmöbeln und fröhlich farbigen Kissen tauche ich sogleich ab in bunte Erinnerungen an ein fernes geliebtes Land. Inspiriert vom fröhlichen Lächeln des Besitzers breitet sich auch auf unseren von der Hektik eines langen Arbeitstages gezeichneten Gesichtern Heiterkeit aus.

Die Speisekarte – ein kleiner Ordner in goldbesticktes Tuch gehüllt – lässt uns erst verstummen und bald schon in einen zungenbrecherischen Dialog einlenken. Was darf es heute sein: Byriani, masala, pakora, murgh, tandoori? Alles klingt nach Versuchung. Sansibar entscheiden sich für Prawns mit drei Saucen zur Vorspeise, danach für Tandoori Tikka Chicken und Masala dosa (eine indische Crêpe gefüllt mit Kartoffeln und Gemüse). Liebevoll zubereitet, herzlich serviert und feurig gewürzt. Eine wahre Gaumenfreude!

Und wie halten es die Inder mit dem Wein? Sie lassen ihn sein. Oder bedienen sich, wie wir gestern Abend, einem Sarda-Malet aus dem Languedoc-Roussillon (Assemblage aus Syrah, Mourvèdre und Grenache). Eine edle Begleitung der würzigen Speisen.

Unsere Empfehlung sei dieser indischen Oase gewiss. Das Mahamaya bietet zudem indische Sounderlebnisse und unzählige Tipps für die wahre Reise nach Indien. Namaste.

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