sansibar

Designer für Lebenskultur

2012 rollt.

03. May 2012 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →

Das aktuelle Konzertjahr ist mit Mastodon und Pain Of Salvation sehr rockig gestartet. Und ab diesem Samstag geht es Schlag auf Schlag weiter. Höchste Zeit also für den üblichen Ausblick auf die anstehende Konzertsaison:

Also, wer rollt wo mit?

Die CDs des Jahres 2011.

26. December 2011 Von: Sandro Kategorie: Hören 3 Kommentare →

Hier sind sie wieder – pünktlich zum Jahresende – meine 10 Lieblingsalben des Jahres 2011.

(more…)

Die CDs des Jahres 2009.

21. February 2010 Von: Sandro Kategorie: Hören 6 Kommentare →

Höchste Zeit, mit dem Musikjahr 2009 abzurechnen. Darum hier kurz und schmerzlos meine 10 Platten des Jahres:

  1. Gossip: Music for men
    Mit seinem letzten Album «Standing in the way of control» (und den Remixes des gleichnamigen Hits von Soulwax sowie des Überkrachers «Listen up!») hatte das Trio den Schritt aus der Garage zur emanzipierten Rockpopband voll- und die Tanzflächen zum Brodeln gebracht. Nun hat es Starproduzent Rick Rubin noch ein wenig schärfer gefeilt und seine aktuellen Stärken voll ausgespielt: Discobass, schneidende Gitarren, trockenes Schlagzeug, Keyboardriffs und die Stimme von Pfundsfrau Beth Ditto, die über viel Soul verfügt, ohne Soul zu sein. Und der Riesenhit «Heavy cross» ist noch bei Weitem nicht der beste Song (man höre «Love long distance» oder «Four letter word»). To be continued… please!
  2. Noisettes: Wild young hearts
    Das Londoner Trio sprengt sämtliche Grenzen von Pop, Soul und Indierock. Und verfügt mit seinem Pulverfass von Sängerin – Shingai Shoniva – über einen äusserst charmanten Mittelpunkt auf der Bühne. Deren Stimme erinnert in ruhigen Momenten an Billie Holiday oder wie in «Never forget you» auch schon mal an Amy Winehouse. Dazwischen wird aber auch zünftig gerockt («So complicated») oder auf 80er- und Elektro-Party gemacht («Saturday night»). Ich raufe mir immer noch die Haare, weil ich den (offenbar fantastischen) Gratis-Auftritt (!!!) im Jazz Café des letztjährigen Montreux Jazz Festival verpasst habe.
  3. Muse: The Resistance
    Das fünfte Werk der britischen Muse setzt da an, wo der Vorgänger «Black holes and revelations» aufgehört hat: Sänger Matthew Bellamy, Bassist Christopher Wolstenholme und Schlagzeuger Dominic Howard treiben ihre clevere Mischung aus Alternative-Rock, New Prog, Electronica und Art-Rock auf die Spitze, und zwar mit dem bandtypischen Bombast. Man spürt in dieser Rock-Oper förmlich den Geist von Queen umherwandeln (im Gegensatz zu dem, was seine ehemaligen Bandkollegen in den letzten Jahren abgeliefert haben, dürfte sich Freddie-selig hierbei nicht einmal im Grab umdrehen müssen…). Damit haben sie (endlich und wohl endgültig) auch mir den Ärmel reingezogen – ich freue mich riesig auf das Konzert im Berner Wankdorf.
  4. WhoMadeWho: The Plot
    Völlig abgefahrener, tanzbarer Mix aus 60er Psychedelic Rock, 70er Disco, 80er Synthie-Pop und 90er Electronica des skandinavischen Trios (siehe auch Wellness für urbane Nachtschwarmer). Diese Rundumversorgung aus der punkfunkigen Neo-Disco-Ecke ist ein Wohlfühlpaket für den urbanen Nachtschwärmer, das noch lange für viel Freude sorgen dürfte. Hoffentlich auch schon bald wieder live in der Schweiz zu erleben…
  5. Ladyhawke: dito
    Obwohl bereits im Jahre 2008 erschienen, habe ich die Neuseeländerin erst 2009 entdeckt (shame on me…). Dann liefen mir ihre beiden Heuler «Paris is burning» (die Hilton oder die Stadt? Hmm…) und «My delirium» aber gleich wochenlang nach – Ladyhawke schafft es deshalb stellvertretend für all die neuen 80ies-Indie-Electro-Pop-Girlies wie La Roux, Little Boots oder Paloma Faith in meine Top Ten.
  6. Editors: In this light & on this evening
    80er-Synthie-Sound statt Gruftie-Gitarren,
    produziert von Flood: Die Editors liefern auf ihrem dritten Album gleich reihenweise Hymnen des Retro-New-Wave ab. Und Tom Smiths grandiose Stimme begleitet stoische Synthesizers, pochende Beats und melancholische Melodien. Eine vielversprechende Weiterentwicklung, wo man Blade-Runner-Soundtrack, Depeche Mode, New Order und/oder Ultravox raushören kann. Abends, im richtigen Licht…
  7. Mastodon: Crack the skye
    Lass dich in die Unendlichkeit des Universums schiessen! Die Metall-Progressoren aus Atlanta/Georgia haben mit ihrem fünften Album den Olymp (ihres Genres) erreicht. Wie andere vor ihnen (z.B. QOTSA mit «Lullabies to paralyze» oder Muse mit «Black holes and revelations») hat es diese unglaublich talentierte Band mit den irrwitzigen Ideen und dem grandiosen Spielvermögen geschafft, ihr Können auf diesem Konzeptalbum zum Thema «Luft» auf den Punkt zu bringen. Ihre explosive Mischung aus Progrock und Metal mit Hang zu längeren Instrumentalpassagen begeistert je länger je mehr Anhänger harter Musik. Und welch ein Konzert am 5. Februar 2010 im FriSon… Boah! Psychedelische Animationen mit Motiven des CD-Booklets im Hintergrund, das nukleare Trommelfeuer, wo es Gitarrenriffs regnet, im Zentrum und vorne eine Lautstärke, dass einem die Ohren flattern. Aber man höre (und staune): alles in 1A-Soundqualität abgemischt. Eine Offenbarung!
  8. Pearl Jam: Backspacer
    Dass Pearl Jam eine fantastische Liveband sind, ist hinlänglich bekannt (ich erinnere mich nur zu gerne an 2006, wo Pearl Jam der miserablen Soundqualität in der Berner Allmend trotzten, ein begeisterndes Konzert hinlegten und am Schluss einen zweiten Zugabenblock bei Volllicht zum Besten gaben!). Dass sie aber auch auf einem Album nochmals zu Hochform auflaufen, hätte ich mir nicht träumen lassen: nach den letzten eher verkrampft wirkenden Werken wuchsen die neuen Songs (u.a. «Got some», «The fixer» oder «Just breathe», das auch von Eddie Vedders tollem Soundtrack zum Film «Into the wild» stammen könnte) langsam aber stetig in den Himmel, und tun dies noch. Pearl Jam machen und haben endlich wieder Spass!
  9. Eskimo Joe: Inshalla
    Seit ihrem Debüt-Album «Girl» sind Eskimo Joe die Helden der australischen Indie-Szene. Die Folge war der Durchbruch mit dem nächsten Album und Topplatzierungen in den australischen Charts. Mit dem inzwischen vierten Album «Inshalla» dürften nun auch Europa und die Schweiz erobert werden. Eskimo Joe spielten am Gurtenfestival und gaben ihre einzige Schweizer Clubshow im Bierhübeli. Immer wieder erfrischend zu sehen (und zu hören), wie australische Bands – gestählt von Hunderten von Gigs in den dortigen Pubs – auf der Bühne richtige Musik von richtigen Musikern in sympathischer Art und Weise rüberbringen.
  10. Empire Of The Sun: Walking on a dream
    Für mich DAS Pop-Album des Jahres: Ozeanfrisches Gute-Laune-Feeling verströmend erinnert das Duo mit seinen sphärischen Klängen an die Indie-Lieblinge des letzten Jahres: MGMT. Und mit der Mid-Tempo-Nummer «We Are the People» haben die australischen Freibeuter intakte Chancen auf den Lagerfeuerhit 2009. Tolle sonnengetränkte Synthie-Popsongs wie von einem anderen Stern. Ein gasförmiger Killer!

Die Qual der Wahl… Natürlich hätten auch andere eine Platzierung in diesen CDs des Jahres verdient gehabt. Vor allem in den Bereichen Hard & Heavy (Wolfmother, Alice in Chains, Them Crooked Vultures, The Dead Weather, Baroness etc.), Indie (The Heavy, Biffy Clyro, Phoenix, Hockey, Thrice, Dredg, Florence & the Machine etc.), New Wave (The XX, White Lies, Glasvegas etc.), Electronica (DJ T, Simian Mobile Disco, Das Pop, Passion Pit etc.) und Pop/Rock (Bruce Springsteen, Antony & the Johnsons, The Temper Trap, Soap & Skin etc.) gab es zahlreiche heisse Anwärter auf die 10 begehrten Plätze an der Sonne.

Und natürlich gab es auch dieses Jahr grosse Hypes, die ich nicht ganz (oder überhaupt nicht) nachvollziehen konnte (z.B. Grizzly Bear, Animal Collective oder Mumford & Sons) und die mich entsprechend kalt liessen.

2010 rockt.

20. January 2010 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 5 Kommentare →

Im neuen Konzertjahr gibt es mächtig was auf die Ohren. Die Clubs, Hallen und Stadien in der Schweiz werden beben, schliesslich haben sich die Grossen des Rocks im Multipack angekündigt. Vor allem im Berner Wankdorf wird gleich drei Mal abgerockt!

Und ich darf mich stolzer Besitzer von Tickets für folgende Konzerte nennen:

Ja, und dann wären da noch die Big Four, d.h. Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax am Freitag, 18.6. in Jonschwil/SG. Ausserdem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass U2 mit ihrer 360°-Tour im August oder September in Dübendorf Halt machen sollen. Wobei sich hier die Frage stellt, ob die gigantische, für die ganz grossen Stadien der Welt entwickelte Show (siehe Video zu «I’ll go crazy if I don’t go crazy tonight») auf dem flachen Flughafengelände nicht bloss zur Pleite werden kann…

Also, wer rockt wo mit?