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Tauschen statt kaufen.

16. April 2010 Von: Sandro Kategorie: Hören, Lesen, Sehen 1 Kommentar →

Ab heute grassiert wieder das Panini-Fieber: Die neuen Sammelbildchen für die Fussball-WM 2010 in Südafrika sind da! Und bekanntlich kriegt man sein Album ja nie voll, ohne doppelte Sticker zu tauschen. Die Online-Tauschbörse Exsila bietet auch dafür die geeignete Plattform.

Exsila ist die erste Schweizer Tausch-Community für sicheres und legales Tauschen von Medienträgern. Exsila ist perfekt für alle Fans von Filmen, Musik, Games, Büchern und Hörbüchern, die ihre Bibliothek laufend erneuern wollen.

Tausche deine Medienträger online mit sansibar. Auf www.exsila.ch findest Du laufend eine stattliche Anzahl von DVDs, CDs, Hörspielen und Büchern aus unserer Sammlung, die wir zum Tausch anbieten.

PS: Kürzlich habe ich meine 1000. Exsila-Bestellung ausgeführt. D.h. 1000 Mal eine DVD oder CD, ein Buch, ein Hörbuch oder eben Panini-Stickers verpackt und verschickt. Die lokale Poststelle hat mich deshalb schon angefragt, ob ich eigentlich einen privaten Versandhandel betreibe…

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Die CDs des Jahres 2009.

21. February 2010 Von: Sandro Kategorie: Hören 5 Kommentare →

Höchste Zeit, mit dem Musikjahr 2009 abzurechnen. Darum hier kurz und schmerzlos meine 10 Platten des Jahres:

  1. Gossip: Music for men
    Mit seinem letzten Album «Standing in the way of control» (und den Remixes des gleichnamigen Hits von Soulwax sowie des Überkrachers «Listen up!») hatte das Trio den Schritt aus der Garage zur emanzipierten Rockpopband voll- und die Tanzflächen zum Brodeln gebracht. Nun hat es Starproduzent Rick Rubin noch ein wenig schärfer gefeilt und seine aktuellen Stärken voll ausgespielt: Discobass, schneidende Gitarren, trockenes Schlagzeug, Keyboardriffs und die Stimme von Pfundsfrau Beth Ditto, die über viel Soul verfügt, ohne Soul zu sein. Und der Riesenhit «Heavy cross» ist noch bei Weitem nicht der beste Song (man höre «Love long distance» oder «Four letter word»). To be continued… please!
  2. Noisettes: Wild young hearts
    Das Londoner Trio sprengt sämtliche Grenzen von Pop, Soul und Indierock. Und verfügt mit seinem Pulverfass von Sängerin – Shingai Shoniva – über einen äusserst charmanten Mittelpunkt auf der Bühne. Deren Stimme erinnert in ruhigen Momenten an Billie Holiday oder wie in «Never forget you» auch schon mal an Amy Winehouse. Dazwischen wird aber auch zünftig gerockt («So complicated») oder auf 80er- und Elektro-Party gemacht («Saturday night»). Ich raufe mir immer noch die Haare, weil ich den (offenbar fantastischen) Gratis-Auftritt (!!!) im Jazz Café des letztjährigen Montreux Jazz Festival verpasst habe.
  3. Muse: The Resistance
    Das fünfte Werk der britischen Muse setzt da an, wo der Vorgänger «Black holes and revelations» aufgehört hat: Sänger Matthew Bellamy, Bassist Christopher Wolstenholme und Schlagzeuger Dominic Howard treiben ihre clevere Mischung aus Alternative-Rock, New Prog, Electronica und Art-Rock auf die Spitze, und zwar mit dem bandtypischen Bombast. Man spürt in dieser Rock-Oper förmlich den Geist von Queen umherwandeln (im Gegensatz zu dem, was seine ehemaligen Bandkollegen in den letzten Jahren abgeliefert haben, dürfte sich Freddie-selig hierbei nicht einmal im Grab umdrehen müssen…). Damit haben sie (endlich und wohl endgültig) auch mir den Ärmel reingezogen – ich freue mich riesig auf das Konzert im Berner Wankdorf.
  4. WhoMadeWho: The Plot
    Völlig abgefahrener, tanzbarer Mix aus 60er Psychedelic Rock, 70er Disco, 80er Synthie-Pop und 90er Electronica des skandinavischen Trios (siehe auch Wellness für urbane Nachtschwarmer). Diese Rundumversorgung aus der punkfunkigen Neo-Disco-Ecke ist ein Wohlfühlpaket für den urbanen Nachtschwärmer, das noch lange für viel Freude sorgen dürfte. Hoffentlich auch schon bald wieder live in der Schweiz zu erleben…
  5. Ladyhawke: dito
    Obwohl bereits im Jahre 2008 erschienen, habe ich die Neuseeländerin erst 2009 entdeckt (shame on me…). Dann liefen mir ihre beiden Heuler «Paris is burning» (die Hilton oder die Stadt? Hmm…) und «My delirium» aber gleich wochenlang nach – Ladyhawke schafft es deshalb stellvertretend für all die neuen 80ies-Indie-Electro-Pop-Girlies wie La Roux, Little Boots oder Paloma Faith in meine Top Ten.
  6. Editors: In this light & on this evening
    80er-Synthie-Sound statt Gruftie-Gitarren,
    produziert von Flood: Die Editors liefern auf ihrem dritten Album gleich reihenweise Hymnen des Retro-New-Wave ab. Und Tom Smiths grandiose Stimme begleitet stoische Synthesizers, pochende Beats und melancholische Melodien. Eine vielversprechende Weiterentwicklung, wo man Blade-Runner-Soundtrack, Depeche Mode, New Order und/oder Ultravox raushören kann. Abends, im richtigen Licht…
  7. Mastodon: Crack the skye
    Lass dich in die Unendlichkeit des Universums schiessen! Die Metall-Progressoren aus Atlanta/Georgia haben mit ihrem fünften Album den Olymp (ihres Genres) erreicht. Wie andere vor ihnen (z.B. QOTSA mit «Lullabies to paralyze» oder Muse mit «Black holes and revelations») hat es diese unglaublich talentierte Band mit den irrwitzigen Ideen und dem grandiosen Spielvermögen geschafft, ihr Können auf diesem Konzeptalbum zum Thema «Luft» auf den Punkt zu bringen. Ihre explosive Mischung aus Progrock und Metal mit Hang zu längeren Instrumentalpassagen begeistert je länger je mehr Anhänger harter Musik. Und welch ein Konzert am 5. Februar 2010 im FriSon… Boah! Psychedelische Animationen mit Motiven des CD-Booklets im Hintergrund, das nukleare Trommelfeuer, wo es Gitarrenriffs regnet, im Zentrum und vorne eine Lautstärke, dass einem die Ohren flattern. Aber man höre (und staune): alles in 1A-Soundqualität abgemischt. Eine Offenbarung!
  8. Pearl Jam: Backspacer
    Dass Pearl Jam eine fantastische Liveband sind, ist hinlänglich bekannt (ich erinnere mich nur zu gerne an 2006, wo Pearl Jam der miserablen Soundqualität in der Berner Allmend trotzten, ein begeisterndes Konzert hinlegten und am Schluss einen zweiten Zugabenblock bei Volllicht zum Besten gaben!). Dass sie aber auch auf einem Album nochmals zu Hochform auflaufen, hätte ich mir nicht träumen lassen: nach den letzten eher verkrampft wirkenden Werken wuchsen die neuen Songs (u.a. «Got some», «The fixer» oder «Just breathe», das auch von Eddie Vedders tollem Soundtrack zum Film «Into the wild» stammen könnte) langsam aber stetig in den Himmel, und tun dies noch. Pearl Jam machen und haben endlich wieder Spass!
  9. Eskimo Joe: Inshalla
    Seit ihrem Debüt-Album «Girl» sind Eskimo Joe die Helden der australischen Indie-Szene. Die Folge war der Durchbruch mit dem nächsten Album und Topplatzierungen in den australischen Charts. Mit dem inzwischen vierten Album «Inshalla» dürften nun auch Europa und die Schweiz erobert werden. Eskimo Joe spielten am Gurtenfestival und gaben ihre einzige Schweizer Clubshow im Bierhübeli. Immer wieder erfrischend zu sehen (und zu hören), wie australische Bands – gestählt von Hunderten von Gigs in den dortigen Pubs – auf der Bühne richtige Musik von richtigen Musikern in sympathischer Art und Weise rüberbringen.
  10. Empire Of The Sun: Walking on a dream
    Für mich DAS Pop-Album des Jahres: Ozeanfrisches Gute-Laune-Feeling verströmend erinnert das Duo mit seinen sphärischen Klängen an die Indie-Lieblinge des letzten Jahres: MGMT. Und mit der Mid-Tempo-Nummer «We Are the People» haben die australischen Freibeuter intakte Chancen auf den Lagerfeuerhit 2009. Tolle sonnengetränkte Synthie-Popsongs wie von einem anderen Stern. Ein gasförmiger Killer!

Die Qual der Wahl… Natürlich hätten auch andere eine Platzierung in diesen CDs des Jahres verdient gehabt. Vor allem in den Bereichen Hard & Heavy (Wolfmother, Alice in Chains, Them Crooked Vultures, The Dead Weather, Baroness etc.), Indie (The Heavy, Biffy Clyro, Phoenix, Hockey, Thrice, Dredg, Florence & the Machine etc.), New Wave (The XX, White Lies, Glasvegas etc.), Electronica (DJ T, Simian Mobile Disco, Das Pop, Passion Pit etc.) und Pop/Rock (Bruce Springsteen, Antony & the Johnsons, The Temper Trap, Soap & Skin etc.) gab es zahlreiche heisse Anwärter auf die 10 begehrten Plätze an der Sonne.

Und natürlich gab es auch dieses Jahr grosse Hypes, die ich nicht ganz (oder überhaupt nicht) nachvollziehen konnte (z.B. Grizzly Bear, Animal Collective oder Mumford & Sons) und die mich entsprechend kalt liessen.

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More candy 4 u.

11. November 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören Noch keine Kommentare →

more-candy-4-u

Prince hat Mitte Oktober gleich mehrere Konzerte in Paris gespielt, unter anderem am 12. Oktober ein fast 3-stündiges im «La Cigale». Nach dem für mich doch eher enttäuschenden Doppelkonzert im Rahmen des Montreux Jazz Festivals am 18. Juli («nur» 4-köpfige Band ohne Bläser und Background-Sängerinnen, Setlist aus Balladen und eher unbekanntem Material bestehend, kurze Spieldauer) zeigte der Meister dieses Mal, dass er es immer noch drauf hat, und wie!

Zu den vielen Highlights zählten sicherlich seine Hommage an Michael Jackson (I Want You Back) sowie zahlreiche Funk-Klassiker, unter anderem von Sly & The Family Stone (Stand, Turn Me Loose, Sing A Simple Song), Billy Cobham (Stratus), Mothers Finest (Baby Love) und The Time (Girl, The Bird, Jungle Love). Wunderbar zu erleben, wie Prince das (gut hörbar mitsingende) Publikum zur Extase treibt. So geht das, too funky!

Für alle die nicht dabei sein konnten gibt es hier den Download des ganzen Konzerts (CD1, CD2 & Artwork).

Die Setlist:

  • Ol’ Skool Company (incl. Purple Rain Intro)
  • Crimson & Clover
  • Stand
  • Turn Me Loose
  • I Want You Back
  • Dance 4 Me
  • No More Candy 4 U
  • Shhh
  • Stratus
  • Girl
  • Forever In My Life (incl. Single Ladies)
  • Baby Love
  • Peach
  • Sexy Dancer (incl. Le Freak)
  • I Want To Be Free
  • Sing A Simple Song
  • Thank You (Fallentime Be Mice Elf Again)
  • Be Happy
  • 7
  • Come Together
  • Dreamer
  • The Bird
  • Jungle Love
  • The Glamorous Life
  • 3121
  • Purple Rain
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KISS’ «Sonic Boom».

29. October 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören Noch keine Kommentare →


KISS sind zurück! Die amerikanische Glam-Rock-Institution hat am 2. Oktober ihr 19. Studioalbum veröffentlicht: «Sonic Boom»! Das erste Album seit 11 Jahren kommt in zwei Versionen auf den Markt: Eine normale einfache CD und eine Special Edition mit Bonus-CD mit vom aktuellen Lineup mit Gitarrist Tommy Thayer und Schlagzeuger Eric Singer neu eingespielten Klassikern (2008 in Japan unter dem Titel «Jigoku Retsuden» erschienen) und einer Live-DVD von der Alive-35-Südamerika-Tour. Und nicht nur das, neben neuer CD & DVD gibt es erstmals seit der Wiederauferstehung mit Masken im Jahre 1996 neue Kostüme, und natürlich eine grosse Welttournée. KISS wollen es noch einmal wissen!

Das Versprechen, «Classic KISS» zu liefern, wird eingehalten. «Sonic Boom» ist ein waschechtes KISS-Album im klassischen Sinne, der Fan wird zurück in die Glanzzeiten der Band katapultiert. Was man(n) da aufs Ohr kriegt, atmet klar den Geist der 70-er Jahre, von Werken wie «Rock And Roll Over» und «Love Gun» also, mit einem Schuss «Creatures Of The Night», vielleicht noch etwas «Lick It Up». KISS liefern KISS, feiern sich selbst und überzeugen mit einer nicht mehr für möglich gehaltenen Vitalität und hörbaren Spielfreude. Und trotzdem: die Frage sei erlaubt, ob «Classic KISS» in der heutigen Zeit noch gut genug ist. Wären wir immer noch Mitte/Ende der 70-er und ich auf dem Weg zum Teenager, dann würde ich «Sonic Boom» vergöttern. Aber heute?

Nach ein paar Wochen auf Heavy rotation scheinen mir die Songs nämlich doch eher dünn und etwas altbacken ausgefallen zu sein. Vor allem die Songs von Gene Simmons sind meilenweit von der Qualität alter Gassenhauer wie «Calling Dr. Love» oder «Christine Sixteen» entfernt. Und Paul Stanley macht, was Paul halt schon immer machte: klassische Hardrock-Nümmerli mit grossem Ohrwurm-Faktor. Ausser vielleicht der Single «Modern Day Delilah», ein kompromissloser Riff-Rocker à la «Parasite» oder «100′000 years», wird es wohl keiner der neuen Songs in die ewige Setlist für künftige KISS-Konzerte schaffen.

Wie auch immer, wenn die Helden meiner Jugend am 16. Mai 2010 auf ihrer Europatournée im Zürcher Hallenstadion Halt machen und es wieder heisst «You wanted the best, …», werde ich bestimmt dort sein. I wanna rock and roll all nite, and party every day!

Lotusflow3r ready 2 explode.

26. March 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören Noch keine Kommentare →

lotusflow3r

Seine purpurne Majestät – Prince – macht wieder von sich reden. Wie es scheint, dürfte 2009 ein fonky Jahr werden: 3 neue CDs, 1 neue Website, 1 neue Online-Community und 1 neue Tournée warten auf seine Fans!

Bereits vor Weihnachten hatte Prince auf dem Internetradio indie 103.1 vier neue Songs vorgestellt. Kurz darauf folgte die Ankündigung, dass er Material für drei Alben beisammen habe. Seit gestern morgen können nun registrierte User «Lotusflow3r», «MPLSound» und «Elixir», eine Zusammenarbeit mit seinem neuen Protegée Bria Valente, auf der Website www.lotusflow3r.com exklusiv herunterladen. Damit geht Prince ein weiteres Mal neue Wege und lässt die klassischen Vertriebswege und Musiklabels links liegen.

» Informationen und Registrierungs-Tipps von Fab.
» Ausführliche Review von zwei deutschen Hardcore-Fans.

Also harren wir der Dinge, die da kommen mögen. Wenn ich an seinen Überraschungsauftritt und vor allem die Aftershow im Rahmen des Montreux Jazz Festival 2007 zurückdenke, kann ich es kaum erwarten, den kleinen Mann aus Minneapolis wieder live zu sehen.

 

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Wellness für urbane Nachtschwärmer.

13. March 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →


Yeah, WhoMadeWho sind zurück: Am 20. März erscheint das neue Album «The Plot» der dänischen Discorock-Band. Die erste Auskoppelung «This Train» hat schon schwer eingeschlagen und wurde bei Drowned in Sound zur Single der Woche gewählt.

Bekannt wurden WhoMadeWho durch zwei Coverversionen von Techno- bzw. Houseklassikern, Mr. Oizos «Flat Beat» und Benny Benassis «Satisfaction». Mit dem 2005 veröffentlichten ersten Album versöhnten sie den Club definitiv mit dem Band-Konzept: eine Rockformation mit echten Instrumenten spielt intelligente Tanzmusik! Diese Verbindung von neuzeitlichem Clubsound mit dem Steinzeitflair eines Josh Homme funktionierte so gut, dass dieser mit seinen QOTSA den Titel «Space For Rent» kurzerhand ins eigene Live-Repertoire integrierte.

Live sind WhoMadeWho übrigens am Samstag, 28. März am m4music-Festival in Zürich und am 10. Juli am Montreux Jazz Festival zu hören.

 

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«The Last Blast.»

10. February 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Sehen 3 Kommentare →


Am 20. Februar erscheint die DVD zum schon heute Kultstatus geniessenden Film von Sohm Offös mit der grandiosen Mimie LaGrande, Rab Reilly und Heinz Hoenig in den Hauptrollen. Im vergangenen September hatte ich das Glück, an einer der wenigen Aufführungen im Lichtspiel in Bern grosses Schweizer Kino bewundern zu dürfen.

Nämlich die atemberaubende Geschichte des Berner Punkmädchens Helenka, das sich mit seinem Hippievater Eddie und dessen todgeweihtem Kumpel Grips aufmacht, auf einer echten Harley Davidson Shovelhead und einer Norton Combat Commando durch die unergründlichen Weiten Arizonas, Kaliforniens und Nevadas zu brettern. Die Reise endet mitten im Burning-Man-Festival, dem Stelldichein der verrücktesten Performer und Outlaws, die diese Welt zu bieten hat (und wo der Film 2007 auch seine Weltpremiere feiern konnte). Der passende Soundtrack stammt von legendären Bands der Stunde (unter anderem Krokus, Knuckledust, Extrem Normal und die unvergleichlichen Cowpunks).

Für Biker, Fans von Roadmovies und schrägen Figuren sowie toller Rockmusik ist «The Last Blast» ein Muss. Es handelt sich dabei garantiert nicht um eines der von Nicolas Bideau zur Referenz erklärten Aushängeschilder der helvetischen Filmbranche. Dieser Film wurde vielmehr von einer Handvoll Verrückten, Punks und Nonkonformisten unabhängig produziert. Ein roher, mit viel Herzblut gemachter Streifen, der völlig quer in der Schweizer Filmlandschaft steht und ein Vergnügen der wild-donnernden Art bietet.

 

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Die CDs des Jahres 2008.

14. January 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören 4 Kommentare →

Es ist soweit – Zeit für den grossen Jahresrückblick. Meine 10 Platten des Jahres:

  1. Airbourne: Runnin’ wild.
    Soviel Spass hat 2008 keine andere CD gemacht. Der Hardrock der australischen Jungspunde ist weder innovativ noch originell (muss er auch nicht: it’s only Röck’n'Röll…), erinnert in vielem an AC/DC und rockt kompromisslos ab. Und live in concert erst Recht eine Wucht (siehe «Genuine fist-pumping, sweat soaked Rock & Roll!»).
  2. Kings Of Leon: Only by the night.
    «Closer» ist der wohl coolste Opener einer CD seit Ewigkeiten: dieser fiebrige Synthie, diese hypnotische Gitarre, und dann diese Stimme… Mit «Sex on fire» und «Use somebody» folgen zwei weitere Songs, die wohl beide in die ewige Greatest-Hits-Setlist der Followil-Familienbande einfliessen werden.
  3. MGMT: Oracular spectacular.
    Welcher Hit aus dem Hit-Dreigestirn «Time to pretend», «Kids» und «Electric feel» ist der Beste? Nicht so wichtig, Hauptsache die psychedelische Musik ist zurück! Und mit ihr die Hippies.
  4. Hercules And Love Affair: dito.
    Trotz dem Neo-Disco-Geniestreich «Blind» (gesungen von Antony Hegarty) bleibt diese CD ein Verführer: selbst die sexyste Basslinie schleicht sich in Seitenschritten heran und schwüle Vocal-House-Anspielungen treiben ein subtiles Spiel mit der Euphorie.
  5. Santogold: dito.
    Pop-Rock-Electro-Punk-New Wave mit Reggae-, Dub und Dancehall-Rhythmen. Oder was?
  6. Hot Chip: Made in the dark.
    So muss Pop im Jahr 2008 klingen: der Floorfiller «Ready for the floor» ist nur der Anfang einer ganzen Reihe von Ohrwührmern.
  7. Züri West: Haubi songs.
    Nach den eher durchzogenen letzten zwei Platten folgt hier die Rückkehr zu alten Stärken: Schöne Melodien, starke Texte und gelungene Cover-Versionen: «Johnny & Mary» von Robert Palmer und «Just dropped in (to see what condition my condition was in)» von Kenny Rogers. Geili Sieche!
  8. Sébastien Tellier: Sexuality.
    Wunderschöne chillige Mischung aus Electropop und Chansons mit Singer-/Songwriter-Qualitäten. Der Pariser durfte mit «Divine» für Frankreich an den Eurovision Song Contest.
  9. Esperanza Spalding: Esperanza.
    Die 24-jährige Sängerin und Kontrabassistin aus Portland, Oregon gilt als neuer Stern am Jazz-Himmel. Neben Old-School-Swing sind auch Bossa Nova und Tango auf ihrem selbstkomponierten, arrangierten und produzierten Debütalbum zu hören. Am 30. Januar 2009 live in der Tonhalle Zürich zu bewundern.
  10. Eagles Of Death Metal: Heart on.
    Jesse «Boots Electric» Hughes und Josh Homme (QOTSA) rumpelrocken sich durch ihr drittes Album: mal krachend, mal groovend, mal hypnotisierend, aber immer schön sexy. Geiler Rockscheiss! Und nebenbei mit dem Booklet des Jahres gekrönt…
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