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Designer für Lebenskultur

Die CDs des Jahres 2008.

14. January 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören 4 Kommentare →

Es ist soweit – Zeit für den grossen Jahresrückblick. Meine 10 Platten des Jahres:

  1. Airbourne: Runnin’ wild.
    Soviel Spass hat 2008 keine andere CD gemacht. Der Hardrock der australischen Jungspunde ist weder innovativ noch originell (muss er auch nicht: it’s only Röck’n'Röll…), erinnert in vielem an AC/DC und rockt kompromisslos ab. Und live in concert erst Recht eine Wucht (siehe «Genuine fist-pumping, sweat soaked Rock & Roll!»).
  2. Kings Of Leon: Only by the night.
    «Closer» ist der wohl coolste Opener einer CD seit Ewigkeiten: dieser fiebrige Synthie, diese hypnotische Gitarre, und dann diese Stimme… Mit «Sex on fire» und «Use somebody» folgen zwei weitere Songs, die wohl beide in die ewige Greatest-Hits-Setlist der Followil-Familienbande einfliessen werden.
  3. MGMT: Oracular spectacular.
    Welcher Hit aus dem Hit-Dreigestirn «Time to pretend», «Kids» und «Electric feel» ist der Beste? Nicht so wichtig, Hauptsache die psychedelische Musik ist zurück! Und mit ihr die Hippies.
  4. Hercules And Love Affair: dito.
    Trotz dem Neo-Disco-Geniestreich «Blind» (gesungen von Antony Hegarty) bleibt diese CD ein Verführer: selbst die sexyste Basslinie schleicht sich in Seitenschritten heran und schwüle Vocal-House-Anspielungen treiben ein subtiles Spiel mit der Euphorie.
  5. Santogold: dito.
    Pop-Rock-Electro-Punk-New Wave mit Reggae-, Dub und Dancehall-Rhythmen. Oder was?
  6. Hot Chip: Made in the dark.
    So muss Pop im Jahr 2008 klingen: der Floorfiller «Ready for the floor» ist nur der Anfang einer ganzen Reihe von Ohrwührmern.
  7. Züri West: Haubi songs.
    Nach den eher durchzogenen letzten zwei Platten folgt hier die Rückkehr zu alten Stärken: Schöne Melodien, starke Texte und gelungene Cover-Versionen: «Johnny & Mary» von Robert Palmer und «Just dropped in (to see what condition my condition was in)» von Kenny Rogers. Geili Sieche!
  8. Sébastien Tellier: Sexuality.
    Wunderschöne chillige Mischung aus Electropop und Chansons mit Singer-/Songwriter-Qualitäten. Der Pariser durfte mit «Divine» für Frankreich an den Eurovision Song Contest.
  9. Esperanza Spalding: Esperanza.
    Die 24-jährige Sängerin und Kontrabassistin aus Portland, Oregon gilt als neuer Stern am Jazz-Himmel. Neben Old-School-Swing sind auch Bossa Nova und Tango auf ihrem selbstkomponierten, arrangierten und produzierten Debütalbum zu hören. Am 30. Januar 2009 live in der Tonhalle Zürich zu bewundern.
  10. Eagles Of Death Metal: Heart on.
    Jesse «Boots Electric» Hughes und Josh Homme (QOTSA) rumpelrocken sich durch ihr drittes Album: mal krachend, mal groovend, mal hypnotisierend, aber immer schön sexy. Geiler Rockscheiss! Und nebenbei mit dem Booklet des Jahres gekrönt…
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Genuine fist-pumping, sweat soaked Rock & Roll!

08. December 2008 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

Airbourne live in concert!

G’day Rockers, AC/DC zieht euch warm an, hier kommt die Wachablösung! Airbourne, die Hardrock-Sensation der letzten Jahre schlechthin, haben am Sonntag Abend das Zürcher Rohstofflager niedergerockt. Booah! Bei hochsommerlichen Temperaturen von mind. 30° reichten schon wenige Takte des fulminanten Openers «Stand up for Rock’n'Roll» aus, um selbst den lahmsten Typen in ein wild tanzendes und grölendes Monster zu verwandeln.

Airbourne verfügen über einen ähnlich hohen Arschtritt-Faktor wie früher AC/DC, Rose Tattoo oder Motörhead, klingen aber intensiver und roher. Fussstampfer-Riffs, kernige Hooks und das furiose Kreischen von Frontmann Joel O’Keeffe atmen zu jeder Sekunde AC/DC-Flair, ohne dass diese vier australischen Jungspunde jemals zu offensichtlich bei ihren großen Vorbildern abkupfern. Ein ruppiger Gossenrock-Hit reiht sich an den nächsten, die Ohrwürmer geben sich breit grinsend die Klinke in die Hand, und obwohl «Runnin’ Wild» erst das zweite Airbourne-Album ist, schnoddert sich das Quartett mit einer selbstbewussten Souveränität durch seine Setlist, die selbst Angus & Co. Respekt abverlangen dürfte. Mich würde es ehrlich erstaunen, wenn AC/DC mit ihrem eher lauen neuen Album diese Show am 29. März 2009 im Hallenstadion noch übertrumpfen könnten.

Wer sich die Wartezeit bis dahin versüssen will, dem seien folgende CDs mit ähnlich komponierten Genüssen ans Herz gelegt:

  • Bullet: Bite the bullet (2008)
  • The Casanovas: All night long (2006)
  • Jet: Get born (2003)
  • New Amercian Shame: Dito (1999)
  • The Poor: Who cares (1994)
  • Rhino Bucket: Get used to it (1992)
  • Johnny Crash: Neighbourhood threat (1990)
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