03. October 2010
Von: Sandro
Kategorie: Essen, Reisen, Trinken

Eine alte Volksweisheit besagt, dass ein Reiseziel dann interessant ist, wenn sich der Gaumen freut, es einen guten Schluck zu trinken oder etwas Schönes zu sehen gibt. Im Piemont haben sansibar (einmal mehr) alle drei Ingredienzen gefunden.
Unbeschreiblich, wenn man in der herbstlichen Abendsonne durch die raue Langhe oder das liebliche Monferrato hügelauf und hügelab fährt. Rechts und links unzählige Weinstöcke. Aus den Tälern steigt langsam der Nebel. In der Ferne die Umrisse eines kleinen Dorfes, überragt von einer Kirche, den Zinnen eines Kastells. Dann lässt man sich von einem Lokal anlocken. Bestellt eine Portion goldgelbe Pasta mit einem Hauch Trüffel, dazu ein Glas rubinroten Barbera. Bienvenuti!
Unterkunft haben wir auf der Tenuta dei Fiori in Calosso bezogen. Hier bieten Valter und Yvette Bosticardo schöne grosszügige Zimmer mitten im Weinberg an und produzieren köstlichen Wein: den als Spätlese geernteten Chardonnay (Il Vento), den traditionellen Barbera d’Asti (Tulipanero), die Assemblage von Barbera und Cabernet Sauvignon (Cinquefile) und den Barbera Superiore (Rusticardi) können wir wärmstens empfehlen.
Inzwischen durften wir dort auch eine Patenschaft für einen Rebstock der raren Traubensorte «Gamba di pernice» übernehmen, die uns das jährliche Anrecht auf eine Flasche dieser einzig in Calosso heimischen Sorte sichert. Diese wurde auf der Tenuta dei Fiori quasi vor dem Aussterben gerettet und dürfte in Kürze als kleinstes Gebiet der Welt eine DOC-Bezeichnung erhalten.
Auf Empfehlung der Bosticardos hielten wir uns dieses Mal auch kulinarisch an die Gegend rund um Calosso. Das Nero di stelle in Moasca (wunderschöne, modern eingerichtete Osteria in den Ruinen des Schlosses) und das Momenti di vino in der Altstadt von Santo Stefano Belbo werden von jungen Gastronomen geführt, welche die traditionelle piemontesische Küche neu interpretieren, der Nonna in Kürze wohl ernsthaft Konkurrenz machen werden und nebenbei schöne Weine abseits der bekannten und oftmals überteuerten Angebote kredenzen.
Zu den eher rustikalen Betrieben gehören das Crota ’d Calos in Calosso (das Essen ist immer noch ein Gedicht – das Intérieur, die Bedienung und die speckige Speisekarte scheinen seit dem ersten Besuch vor 8 Jahren aber leicht «renovationsbedürftig») und das im Western-Stil gehaltene C’era una volta… in Canelli. Hier darf auch weiterhin von den bekannten und beliebten Speisen wie Gnocchi, Tagliatelle, Risotto und Brasato geschlemmt und geschwärmt werden.
Ci vediamo!
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12. September 2010
Von: Sandro
Kategorie: Hören, Sehen

Es wurde als Konzert-Ereignis des Jahres angepriesen. Und die Veranstalter hatten nicht zuviel versprochen: was U2 bzw. deren gigantische 360°-Bühne an diesem lauschigen Spätsommer-Abend im Letzigrund boten, übertraf locker alle Erwartungen.
Bono & Co. zündeten das erwartete Hit-Feuerwerk, das zahlreiche Songs vom Kult-Album «The Joshua Tree» enthielt (wo die SonntagsZeitung allerdings «One Tree Hill» gehört haben will, bleibt mir ein Rätsel…) und auch einige Überraschungen bot («In A Little While», «Miss Sarajevo», Mash-Up von «I’ll Go Crazy If I Don’t Go Crazy Tonight», «Relax» und «Discothèque»). Da fehlten eigentlich bloss noch ein paar ältere Hits (z.B. «New Year’s Day» und/oder «The Unforgettable Fire») oder persönliche Favoriten («Bullet The Blue Sky», «God Part II»).
Bono sprühte vor Energie, war (im Gegensatz zum letzten Zürcher Konzert vor 5 Jahren) stimmlich voll auf der Höhe und riss alle rund 45′000 Zuschauer mit.
Als Hauptdarsteller entpuppte sich aber die ausserirdisch anmutende, krakenartige Rundbühne, die mitten im Stadion stand und weit über dieses hinaus ragte (Hauptkonstruktion 28 m, Mast 50 m!). Das Herzstück dieser Bühne bildete ein Leinwand-Zylinder aus einer Million LEDs, die sich im Laufe des Konzerts mehrfach auf- und zufächerten. Ich fands toll wie es U2 damit gelingt, einerseits die grössten Arenen der Welt in ein einmaliges Licht zu tauchen und andererseits über die Riesenbildschirme eine noch nie gesehene Nähe zur Band selbst zu schaffen.
Die Setlist vom ersten Konzert am 11. September 2010:
- Magnificent (2009)
- Beautiful Day (2000)
- Get On Your Boots (2009)
- Mysterious Ways (1991)
- Until The End Of The World (1990)
- I Still Haven’t Found What I’m Looking For (1987)
- Every Breaking Wave (unreleased)
- Elevation (2000)
- In A Little While (2000)
- Miss Sarajevo (1995)
- City Of Blinding Lights (2004)
- Vertigo (2004)
- I’ll Go Crazy If I Don’t Go Crazy Tonight/Relax/Discothèque (2009/1997)
- Sunday Bloody Sunday (1983)
- MLK (1984)
- Walk On (2000)
- One (1991)
- Where The Streets Have No Name (1987)
- Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me (1995)
- With Or Without You (1987)
- Moment Of Surrender (2009)
PS: Eigene Bilder gibts auf Facebook.
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06. July 2010
Von: Sibylle
Kategorie: Essen, Wandern, Wohlfühlen

Einmal mehr begleitete uns herrliches Sommerwetter auf unserer jährlichen Vater-Tochter-Tour in die Berge. Diesmal begeisterte uns der alte Gemmiweg von Kandersteg nach Leukerbad. Nach einer gemütlichen Zugfahrt nach Kandersteg, legten wir die ersten Höhemeter mit der Bergbahn von Kandersteg nach Sunnbüel zurück. Der Gemmiweg führt leicht hinauf auf die weite Spittelmatte zum Hotel Schwarenbach durch ein Hochtälchen etwas steiler über den Seestutz zum Daubensee und anschliessend zur Gemmialp.
Die Alpenflora fasziniert ebenso, wie der herrliche Weitblick in die Walliser Alpen. Von der Gemmipasshöhe liessen wir uns ins Tal nach Leukerbad gondeln, um uns anschliessend im Restaurant Gemmi bei Rösti und Stroganoff kulinarisch verwöhnen und schliesslich im erholsamen Burgerbad den Körper besprudeln und die Seele baumeln zu lassen.
Eine Tagestour mit viel Abwechslung, eindrücklichen Landschaften und wunderbarem Weitblick an frischer Alpenluft. Absolut empfehlenswert.

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20. May 2010
Von: Sibylle
Kategorie: Wohlfühlen

Liebe Freundin, lieber Freund der Meditation und des Yoga,
Meine Website ist online: www.kallafira.ch.
Ich freue mich, Dich über Kurse und Angebote zu informieren und meinen Yoga-Blog zu starten.
Seit kurzer Zeit unterrichte ich jeden Donnerstag Abend von 20.00–21.15 Meditation und Freitag Mittag von 12.15–13.30 Uhr Hatha-Yoga im Yogamarket an der Münstergasse 70 in Bern im 2. Stock.
Es können auch Einzelstunden besucht werden.
Über Deine Teilnahme würde ich mich sehr freuen.
Wenn Du jemanden kennst, der sich für Yoga und Meditation interessiert, darfst du den Link zu www.kallafira.ch gerne weiterleiten. Vielen lieben Dank!
Ich wünsche eine erfrischende und sonnige Zeit!
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16. May 2010
Von: Sandro
Kategorie: Essen, Trinken

Nachdem sansibar aus kulturellen Gründen Basel besuchten (siehe «Basquiat in der Fondation Beyeler.»), wollten wir die Stadt auch von seiner kulinarischen Seite besser kennenlernen. Dank Gault Millau und kurzer Internet-Recherche stiessen wir rasch auf das Restaurant Oliv im Eckhaus am Viadukt. Es sollte sich als Volltreffer erweisen.
Wo vor einigen Jahren der Gourmet-Tempel «Le Bourguignon» stand, haben die Inhaber Gregory und Suzanne Holzmann das «Oliv» im August 2005 eröffnet. Modern und gemütlich, ein unkompliziertes und angenehmes Ambiente, wo die mediterrane Küche Trumpf ist.
So schmeckten uns denn Thunfisch-Tartar, hausgemachte Bärlauch-Ricotta-Gnocchi mit Artischockenschaum und der Brasato mit Kartoffelstock ausnehmend gut. Auch die empfohlenen Weine – ein weisser Tessiner Merlot von Guido Brivio (La Contrada, 2008) sowie der Vino Nobile di Montepulciano Riserva (La Casella, 2004) – mundeten uns vorzüglich.
Fazit: Kein Gourmet-Restaurant, was die Preise betrifft. Wohl aber eins, was die Kochkünste, den Service und das Angebot an frischen Gerichten und ausgewählten Weinen angeht.
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15. May 2010
Von: Sandro
Kategorie: Sehen

Aufgrund des miserablen Wetters während der Auffahrtstage haben sich sansibar entschlossen, wieder einmal einen Museumsbesuch zu wagen: und zwar in der Fondation Beyeler in Riehen/BS, die dem berühmten Maler Jean-Michel Basquiat anlässlich seines 50. Geburtstages die erste umfassende Ausstellung in Europa widmet.
Basquiat (1960–1988) war eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Kunstwelt. Er startete im New Yorker Untergrund als Graffiti-Sprayer, Musiker und Schauspieler, bevor er 19jährig Kunstmaler wurde. Seine ausdruckstarke, energievolle Malerei stiess schnell auf Bewunderung. Von Andy Warhol gefördert, avancierte er zu einem international gefeierten Kunststar. Er war der jüngste Documenta-Teilnehmer, wurde an der Art Basel, der Biennale von Venedig und von berühmten Galerien ausgestellt. Der Sohn von karibischen Einwanderern war ausserdem der erste schwarze Künstler, der den Durchbruch schaffte. Er arbeitete mit Keith Haring, Francesco Clemente, Debbie Harry, Madonna und vielen anderen Stars zusammen. In nur acht Jahren schuf er ein umfassendes Werk von rund 1000 Gemälden und ebenso vielen Zeichnungen, bevor er erst 27jährig an einer Überdosis Heroin starb.
Seine mit comicartigen Figuren, skeletthaften Silhouetten, kuriosen Alltagsobjekten und poetischen Slogans bevölkerten Werke sind farbenprächtig und kraftvoll. Sie vermischen Popkultur und Kulturgeschichte zu kritisch-ironischen Kommentaren über Konsumgesellschaft sowie soziale Ungerechtigkeit und zählen heutzutage zu den gefragtesten Kunstobjekten des 20. Jahrhunderts. Wahrlich eine Entdeckung wert, genauso wie der halb-biographische Film «Basquiat» von 1996 mit Starbesetzung (u.a. Benicio Del Toro, Dennis Hopper, David Bowie und Gary Oldman).
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16. April 2010
Von: Sandro
Kategorie: Hören, Lesen, Sehen
Ab heute grassiert wieder das Panini-Fieber: Die neuen Sammelbildchen für die Fussball-WM 2010 in Südafrika sind da! Und bekanntlich kriegt man sein Album ja nie voll, ohne doppelte Sticker zu tauschen. Die Online-Tauschbörse Exsila bietet auch dafür die geeignete Plattform.
Exsila ist die erste Schweizer Tausch-Community für sicheres und legales Tauschen von Medienträgern. Exsila ist perfekt für alle Fans von Filmen, Musik, Games, Büchern und Hörbüchern, die ihre Bibliothek laufend erneuern wollen.
Tausche deine Medienträger online mit sansibar. Auf www.exsila.ch findest Du laufend eine stattliche Anzahl von DVDs, CDs, Hörspielen und Büchern aus unserer Sammlung, die wir zum Tausch anbieten.
PS: Kürzlich habe ich meine 1000. Exsila-Bestellung ausgeführt. D.h. 1000 Mal eine DVD oder CD, ein Buch, ein Hörbuch oder eben Panini-Stickers verpackt und verschickt. Die lokale Poststelle hat mich deshalb schon angefragt, ob ich eigentlich einen privaten Versandhandel betreibe…
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29. March 2010
Von: Sibylle
Kategorie: Essen, Reisen, Wohlfühlen

Einem schmalen Höhleneingang ähnlich, führt der Weg in die massive Thermalquellanlage Vals. Stein auf Stein, heisst uns eine karge Badelandschaft mit Quellen aller Temperaturlagen willkommen. Was erst kühl wirkt, wird bei näherem Betrachten vielfältiger, fast farbenfroh. Im strukturierten Valser Quarzit, den Peter Zumthor zum Bau dieser wundervollen Anlage verarbeitete, erkennen wir den Verlauf des Wassers.
An diesem Ort kommen wir zur Ruhe. Die Gänge durch das Quellwasser im Schein des Nachthimmels sind unvergesslich meditativ und aus der Ferne begleiten uns die Klänge des Gesteins wie Musik. Ein Erlebnis der besonderen Art. Ebenso empfehlenswert, wie das gesamte Angebot in dieser ruhigen Berglandschaft, fernab von Hektik und Lärm.
Vals ist eine Reise wert, wie auch die farbenfrohen Zimmer und das köstliche 6-Gang-Menu im Roten Saal. Vollkommene Erholung.
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