Das Glück der Unerreichbarkeit.
Handy, E-Mail und Internet sind digitale Zeitdiebe und Hausbesetzer, die unser Leben ungefragt erobern. Wir lieben und brauchen sie, aber wir können nicht ständig auf Stand-by sein. Das frisst Energie und ist auch fürs Klima schädlich – vor allem für das zwischenmenschliche.
Miriam Meckel, geboren 1967, Professorin für Corporate Communications und geschäftsführende Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, macht in ihrem Buch aus dem Jahre 2007 eine Bestandesaufnahme: Zerstören die neuen Kommunikationstechnologien unsere Identität und unsere Beziehungen? Werden wir durch sie schneller, produktiver und effizienter? Oder simsen und mailen wir uns orientierungs- und besinnungslos?
Eine kluge Frau zieht ein kluges Fazit und zeigt Wege aus der Kommunikationsfalle auf: Wir brauchen Kommunikationspausen. Wer sich verständigen und verstanden werden will, muss nachdenken können und sich erklären dürfen. Für jemanden oder etwas wirklich da zu sein bedeutet, auch mal abzuschalten. Das Glück liegt also in der klugen Unerreichbarkeit.
Mein virtuelles mobiles Ich fühlte sich von diesem Sachbuch im amerikanischen Stil sehr angesprochen – witzig, intelligent und elegant geschrieben, locker plaudernd, mit tausend Beispielen aus dem eigenen Leben der Autorin. Seither bleibt mein Handy des Öfteren mal ausgeschaltet.
«Das Glück der Unerreichbarkeit» ist ab Januar 2009 auch als Taschenbuch erhätlich (ISBN-10: 3-442-15533-9).