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Artikel der Kategorie ‘Wandern’

Hoch hinauf. Tief hinein.

08. September 2013 Von: Sibylle Kategorie: Wandern Noch keine Kommentare →

Unsere Tour aufs Sidelhorn führt über kurvige Strassen zum Grimselhospiz. Gestärkt mit Kaffe im urchigen Hotel Handeck – wo der Familienausflug meines Vaters zu Kindeszeiten bereits hinführte – geht die Reise weiter in der Selbstbedienungsseilbahn (ein besonderer Spass) hoch über den Grimselsee zum Ausgangspunkt wandernder Aktivitäten.

Bergwärts führt der Weg durch gewölbte felsige Platten. Nach einer ersten Steilstufe gehts dem Bergrücken entlang hoch hinauf, begleitet von einem pfeifenden Wind, der die Wolken zum Tanzen und die Sonne zum Strahlen bringt. Unsere Beine führen uns den Berg hinauf, unsere Gespräche hinein in die Schönheit des Naturspektakels. Die Stauseen verleihen der Umgebung kraftvollen Ausdruck, doch die wahre Energie schöpfen wir aus der inspirierenden Natur. Quer durch massige Felsblocks schlängelt sich der Weg Richtung Gipfel. Oben angekommen stärken wir uns mit heissem Tee und Eingeklemmten, lauschen dem Wind und lassen uns vom atemberaubenden Panorama in seinen Bann ziehen.

Der Abstieg bereitet sich zuerst wieder felsig und bedarf des Einsatzes von Füssen und Händen. Unten breitet sich das Trübtenseeli ruhig vor uns aus. Immer wieder sticht aus der Umgebung ein intensiv bewachsener Felsrücken, einem schlafenden Urwesen gleich, demnächst bereit, sich für diese Zeit zu erheben. Die Fantasie wird in den Felsformationen in einem beflügelnden Masse angeregt und vielleicht verleiht uns genau dies die nötige Leichtigkeit für diese physisch anspruchsvolle Tour.

Dankbar für das gemeinsam bereichernde Erlebte, gönnen wir uns im Restaurant Neuhaus in Interlaken ein feines Fischessen bei angeregten Gesprächen und gemütlichem Sein.

Isenfluh in der Montagsruh.

15. August 2012 Von: Sibylle Kategorie: Wandern 1 Kommentar →

Früh morgens starteten wir Richtung Oberland und Lauterbrunnen, wo wir uns vor der Fahrt im Postauto auf die Isenfluh einen stärkenden Espresso gönnten. Die Luftseilbahn auf die Isenfluh durften wir alleine bedienen – dem Bahnaufseher war die Fahrt nach oben mit uns suspekt… was bestimmt nicht unserem Berner Charme zuzuschreiben war. Oben angekommen wurden wir durch sogenannte Monstertrottis in Versuchung geführt, die Talabfahrt sogleich unter zwei Räder zu nehmen. Doch der Tag war lang und die Wanderlust zu gross.

Zu Fuss machten wir uns sodann auf Richtung Chüebodmi und Sauslager. Die blühende Alpenflora zog uns immer wieder in ihren Bann und verlängerte die Wanderzeit um zahlreiche Mikro- und Makroaufnahmen. Mittagsrast gabs bei der Hütte am Eingang des Saustal – nicht zu verwechseln mit Saustall, denn rein war es hier alleweil. Weiter zog es uns Richtung Allmendhubel, stets mit prachtvollem Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau linkerhand und begrünten Alpen rechterhand. Nach einer kurzen Fahrt Richtung Mürren, gönnten wir uns ein kühles Blondes mit Blick auf den männlichen Felsen und genossen anschliessend die nostalgische Fahrt mit der Bahn nach Grütschalp und Mürren. Schliesslich lud uns der Bären in Wilderswil zu einem Rindsentrecôte und Walliser Sirah (die Berner Oberländer haben die edlen Tropfen noch nicht gleichermassen im Griff). Ein gebührender Abschluss eines harmonischen Wandertages mit Pa im Zauber der Verbundenheit miteinander und mit der Berner Natur.

Am Fels. Am Seil. Am Puls.

15. July 2012 Von: Sibylle Kategorie: Wandern 1 Kommentar →

Der Eulengrat ist ein eindrücklicher Fels im Kanton Solothurn bei Oberrüttenen, in dessen Struktur das geschulte Auge eine Eule erkennt. Geschult im Klettern muss der Führer sein. Die Route ist gut ausgerüstet. Von einem Kletterprofi inspiriert, wage ich mich an dieses Erlebnis. Der Aufstieg führt zu Fuss 20 Minuten steil durch den Wald an den Klettereinstieg.

Hier beginnt die Suche nach Vorsprüngen im Jurakalk für Hände und Füsse. Seillänge um Seillänge erklimmen wir die Felsen. Kurze Pausen bei gutem Stand, gesichert am Felsen, dann die nächste Steilwand fest in der Hand. 8 Seillängen – mal leichter, mal äusserst anspruchsvoll für Geist und Körper. Dank bester Führung und viel Motivation, haben wir die 200 Meter-Route am Fels über die Varianten 3b-5c in 2.5 Stunden erklettert. Ich bin begeistert!

Oben angekommen, noch etwas zittrig, erfreut sich vorerst das Auge eines wunderschönen Bildes über die Weite des Mittel- und Seelandes und langsam erkenne ich die erbrachte Leistung und geniesse den stillen Moment mit Stolz. Hier werden die Kletterschuhe mit den hohen Wanderschuhen getauscht. Der Abstieg führt steil den Wald hinunter.

Im Restaurant Oberrüttenen geniessen wir das wohlverdiente Bier mit isotonischem Effekt und versinken in Eulenschwärmerei. Die Hände schwillen ein wenig an, die Muskeln melden sich wohl in den nächsten Tagen. Es hat sich absolut gelohnt. Grossen Dank an meinen erfahrenen und geduldigen Lehrer für dieses Erlebnis der wahren Herzensfreude.

Über den grossen Aletschgletscher.

10. July 2012 Von: Sandro Kategorie: Wandern Noch keine Kommentare →

28 Jahre nach meiner eigenen Erstbegehung des Aletschgletschers wollte ich meiner bezaubernden Angetrauten die Faszination des ewigen Eises ebenfalls etwas näherbringen und sie meinerseits übers Glatteis führen. Mit den harten Kernen der legendären VIDEC Seleção, des Runden Leders sowie einigen zugewandten Orten fanden sich bald sympathische Mitstreiter für dieses Vorhaben.

Die beiden Bergführer des Belalp Alpin Centers hatten trotz der verregneten Woche bereits am Mittwoch grünes Licht für die anstehende Tour gegeben. Und siehe da, am Samstag Morgen präsentierte sich das Wetter tatsächlich von seiner besten Seite. So machte sich die 16-köpfige Seilschaft frühmorgens via Interlaken, Lauterbrunnen, Wengen und die Kleine Scheidegg auf den Weg aufs Jungfraujoch.

Von hier an gings abwärts, durch den Schnee ins Wallis und über den längsten Gletscher der Alpen im UNESCO Weltnaturerbe Richtung Konkordiaplatz und weiter bis zur berühmt-berüchtigten Aluminium-Treppe, die über 450 Stufen und 120 Meter Höhendifferenz hoch zur Konkordiahütte des SAC führt. Nach diesem spektakulären Aufstieg hatten wir uns ein kühles Blondes auf der sonnigen Terrasse verdient. Mit einem hüttentypischen Abendessen (Suppe und Riz Casimir) liessen wir den Abend anschliessend gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen dann die unangenehme Überraschung: der Konkordiaplatz lag in tiefhängenden Wolken und Nebel verhüllt unter uns. Und kurz nach dem Abstieg auf den Gletscher über ein Geröllweglein begann es zu regnen. Nichtsdestotrotz wurden die Steigeisen montiert, und die Traversierung in Richtung Kranzberg-Moräne fortgesetzt. Zum Glück zeigte sich schon bald darauf die Sonne wieder, und wir wurden für die Erfrischung von oben durch einen prächtigen Regenbogen über dem Gletscher entschädigt.

Der erwähnten Moräne folgten wir bis auf die Höhe des Märjelensees. Den dortigen Ausstieg vom Gletscher empfand ich als visuellen Höhepunkt: hier türmen sich die Eismassen meterhoch. Dazwischen liegen Spalten, die bis zu 40 Meter in die Tiefe reichen. Das Gletschermeer leuchtet in türkisblauen Farben. Während sich dessen Rand eher wie eine Wüste vor einem ausbreitet. Wie in einer anderen Welt. Wunderschön. Faszinierend. Ein traumhaftes Erlebnis!

Prachtvolle Alpenflora am Jaun.

08. June 2012 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Trinken, Wandern Noch keine Kommentare →

Eine wunderschöne Bergwanderung führte uns vom Jaunpass über den Hundsrügg nach Schönried. Die Alpenwiesen präsentierten sich farbenfroh und verwöhnten unser Auge insbesondere mit zahlreichen Enzianen und Berganemonen. Die Alpenrosen werden in kurzer Zeit grosse Flächen in bezauberndes Rosa tauchen.

Die Weitsicht auf die umliegenden Berge, insbesondere die Bergkette der Gastlosen ist imposant aber auch der Blick ins Simmental und das geliebte Stockhorn sind mehr als präsentabel. Und im Südosten ragt der vereiste Gipfel des Wildstrubels in den Himmel. Mit zwei Picknick Pausen erwanderten wir die Route über 600 Höhenmeter in 6 Stunden abwechselnd bei Sonnenschein, forschem Wind und angenehmen Temperaturen.

In Schönried gönnten wir uns nach einem kühlen Blonden ein köstliches Essen mit ausgezeichnetem Cornalin aus dem Hause Defayes & Crettenand auf der Sonnenterrasse des Restaurants Kernen. Ein glücklicher Tag in den Schweizer Bergen.

Kunstvolle Natur.

28. November 2011 Von: Sibylle Kategorie: Wandern Noch keine Kommentare →

Der Schnee lässt auf sich warten, so wanderten wir Ende November noch auf der Axalp entlang des schönen Schnitzlerweges zum Hinterburgseeli. Verschiedene Holzschnitzkünstler haben sich nach dem Lotharsturm zu einem Kunstprojekt am Wanderweg zusammengeschlossen. In liebevoller Feinarbeit entstanden aus Baumstrünken zahlreiche Region-spezifische Figuren. Die gesamte Tierwelt von gross bis klein zeigen sich den Wanderern teils prominent am Weg platziert, teils leicht verborgen – ganz dem Charakter der Wildtiere entsprechend. Charakter ist ebenso in den geschnitzten Gesichtern der Figuren zu erkennen. Da waren wahre Profis am Werk: Eine eindruckvolle Kunstgalerie. Wir erfreuten uns aber auch am Blick aufs Brienzer Rothorn, am gefrorenen Hinterburgseeli, an der herbstlichen Stimmung insgesamt und ganz besonders am Anblick zweier Gemsen und deren vertrauensvollen Annäherung für einen weiteren Schnappschuss. Es war ein reichhaltiger Tag in der Natur, den wir bei einem leckern Rindsentrecôte im Restaurant Dampfschiff am Thunersee und vertrauten Gesprächen ausklingen liessen.

Im Sonnenlicht über die Gemmi.

06. July 2010 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Wandern, Wohlfühlen 2 Kommentare →

Einmal mehr begleitete uns herrliches Sommerwetter auf unserer jährlichen Vater-Tochter-Tour in die Berge. Diesmal begeisterte uns der alte Gemmiweg von Kandersteg nach Leukerbad. Nach einer gemütlichen Zugfahrt nach Kandersteg, legten wir die ersten Höhemeter mit der Bergbahn von Kandersteg nach Sunnbüel zurück. Der Gemmiweg führt leicht hinauf auf die weite Spittelmatte zum Hotel Schwarenbach durch ein Hochtälchen etwas steiler über den Seestutz zum Daubensee und anschliessend zur Gemmialp.

Die Alpenflora fasziniert ebenso, wie der herrliche Weitblick in die Walliser Alpen. Von der Gemmipasshöhe liessen wir uns ins Tal nach Leukerbad gondeln, um uns anschliessend im Restaurant Gemmi bei Rösti und Stroganoff kulinarisch verwöhnen und schliesslich im erholsamen Burgerbad den Körper besprudeln und die Seele baumeln zu lassen.

Eine Tagestour mit viel Abwechslung, eindrücklichen Landschaften und wunderbarem Weitblick an frischer Alpenluft. Absolut empfehlenswert.

Wanderlust.

16. August 2009 Von: Sibylle Kategorie: Wandern Noch keine Kommentare →

wanderlust

Bisher kannte ich den Lauenensee vom Lied der Gruppe Span. Nun ist mir klar, weshalb sie von diesem Kraftort begeistert sind. Das perfekte Ausflugsziel an einem sonnigen Freitag im August. Doch damit nicht genug. Der Lauenensee war Ausgangspunkt unserer Tour steil nach oben zur Geltenhütte entlang eines prächtigen Wasserfalls, dessen regelmässiges Plätschern die kühlende Motivation war, in der Mittagssonne nicht aufzugeben. Nach einer Stärkung mit Trockenfleisch und Alpkäse machten wir uns auf den Weg zurück an den Lauenensee. Lange geht der Weg durch saftiges Alpgrün fast geradeaus. Die 600 aufgestiegenen Höhemeter mussten zum Schluss noch in einem steilen steinigen Abgang durch den Wald bewältigt werden. Unseren Knien hat dies trotz Stöcken mässig gefallen, unserer Begeisterung für die Tour konnte das aber nichts abhaben. I gloube I gange no meh. A Louenesee.