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Artikel der Kategorie ‘Trinken’

Der Berg ruft.

12. March 2011 Von: Sandro Kategorie: Essen, Reisen, Trinken 1 Kommentar →

Letztes Wochenende durften sansibar mit guten Freunden zum wiederholten Male vier unvergessliche Tage am Fusse des Matterhorns verbringen. Bei wolkenlosem Himmel und angenehmen, frühlingshaften Temperaturen liess sich wunderbar und ausgiebig über die Pisten carven.

Und das Schönste an Zermatt ist ja bekanntlich, dass sich das Pistenflitzen herrvorragend mit kulinarischem Genuss verbinden lässt. Es gibt wohl keinen anderen Ort der Welt, wo sich derart viele herausragende Restaurants – sei es auf der Piste oder im Dorf – auf derart kleinem Raum versammeln. So liessen wir es uns denn tagsüber Chez Vrony, im Findlerhof und Zum See sowie abends Chez Max Julen, im Le Gitan und im Du Pont gut gehen, schlugen uns die Bäuche voll und verköstigten erlesene Walliser Tropfen.

Ah ja, logiert haben wir dieses Mal bei den Geschwistern Lehner im Hotel Artemis. Etwas altertümlich, aber mit grosszügigen Zimmern, Matterhornblick und für Zermatter Verhältnisse relativ moderaten Preisen.

O mangi, o bevi, o vedi.

03. October 2010 Von: Sandro Kategorie: Essen, Reisen, Trinken 2 Kommentare →

Die Aussicht aus dem Zimmer «Cinquefile» der Tenuta dei Fiori in Calosso.

Eine alte Volksweisheit besagt, dass ein Reiseziel dann interessant ist, wenn sich der Gaumen freut, es einen guten Schluck zu trinken oder etwas Schönes zu sehen gibt. Im Piemont haben sansibar (einmal mehr) alle drei Ingredienzen gefunden.

Unbeschreiblich, wenn man in der herbstlichen Abendsonne durch die raue Langhe oder das liebliche Monferrato hügelauf und hügelab fährt. Rechts und links unzählige Weinstöcke. Aus den Tälern steigt langsam der Nebel. In der Ferne die Umrisse eines kleinen Dorfes, überragt von einer Kirche, den Zinnen eines Kastells. Dann lässt man sich von einem Lokal anlocken. Bestellt eine Portion goldgelbe Pasta mit einem Hauch Trüffel, dazu ein Glas rubinroten Barbera. Bienvenuti!

Unterkunft haben wir auf der Tenuta dei Fiori in Calosso bezogen. Hier bieten Valter und Yvette Bosticardo schöne grosszügige Zimmer mitten im Weinberg an und produzieren köstlichen Wein: den als Spätlese geernteten Chardonnay (Il Vento), den traditionellen Barbera d’Asti (Tulipanero), die Assemblage von Barbera und Cabernet Sauvignon (Cinquefile) und den Barbera Superiore (Rusticardi) können wir wärmstens empfehlen.

Inzwischen durften wir dort auch eine Patenschaft für einen Rebstock der raren Traubensorte «Gamba di pernice» übernehmen, die uns das jährliche Anrecht auf eine Flasche dieser einzig in Calosso heimischen Sorte sichert. Diese wurde auf der Tenuta dei Fiori quasi vor dem Aussterben gerettet und dürfte in Kürze als kleinstes Gebiet der Welt eine DOC-Bezeichnung erhalten.

Auf Empfehlung der Bosticardos hielten wir uns dieses Mal auch kulinarisch an die Gegend rund um Calosso. Das Nero di stelle in Moasca (wunderschöne, modern eingerichtete Osteria in den Ruinen des Schlosses) und das Momenti di vino in der Altstadt von Santo Stefano Belbo werden von  jungen Gastronomen geführt, welche die traditionelle piemontesische Küche neu interpretieren, der Nonna in Kürze wohl ernsthaft Konkurrenz machen werden und nebenbei schöne Weine abseits der bekannten und oftmals überteuerten Angebote kredenzen.

Zu den eher rustikalen Betrieben gehören das Crota ’d Calos in Calosso (das Essen ist immer noch ein Gedicht – das Intérieur, die Bedienung und die speckige Speisekarte scheinen seit dem ersten Besuch vor 8 Jahren aber leicht «renovationsbedürftig») und das im Western-Stil gehaltene C’era una volta… in Canelli. Hier darf auch weiterhin von den bekannten und beliebten Speisen wie Gnocchi, Tagliatelle, Risotto und Brasato geschlemmt und geschwärmt werden.

Ci vediamo!

Essen im Oliv.

16. May 2010 Von: Sandro Kategorie: Essen, Trinken Noch keine Kommentare →

Nachdem sansibar aus kulturellen Gründen Basel besuchten (siehe «Basquiat in der Fondation Beyeler.»), wollten wir die Stadt auch von seiner kulinarischen Seite besser kennenlernen. Dank Gault Millau und kurzer Internet-Recherche stiessen wir rasch auf das Restaurant Oliv im Eckhaus am Viadukt. Es sollte sich als Volltreffer erweisen.

Wo vor einigen Jahren der Gourmet-Tempel «Le Bourguignon» stand, haben die Inhaber Gregory und Suzanne Holzmann das «Oliv» im August 2005 eröffnet. Modern und gemütlich, ein unkompliziertes und angenehmes Ambiente, wo die mediterrane Küche Trumpf ist.

So schmeckten uns denn Thunfisch-Tartar, hausgemachte Bärlauch-Ricotta-Gnocchi mit Artischockenschaum und der Brasato mit Kartoffelstock ausnehmend gut. Auch die empfohlenen Weine – ein weisser Tessiner Merlot von Guido Brivio (La Contrada, 2008) sowie der Vino Nobile di Montepulciano Riserva (La Casella, 2004) – mundeten uns vorzüglich.

Fazit: Kein Gourmet-Restaurant, was die Preise betrifft. Wohl aber eins, was die Kochkünste, den Service und das Angebot an frischen Gerichten und ausgewählten Weinen angeht.

Schlaraffeninsel.

27. July 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Feiern, Reisen, Trinken, Wohlfühlen 1 Kommentar →

Schlaraffeninsel

Ein Sommerwochenende aus dem Bilderbuch. Zwei Tage auf der St. Petersinsel bei unseren Freunden Vérène und Bänz in ihrem schnuckeligen Häuschen sind Seele und Magen wohl bekommen. Am Samstag verbrachten Bänz und ich einige Stunden in der perfekt bestückten Küche am Bielersee, um unsere Liebsten mit einer 8-Gang-Schlemmertour zu verwöhnen und ihnen köstlichen Wein zu kredenzen. Und diese beinhaltete:

  • Kräuter-/Knoblauchbrot, marinierte Zucchetti und Champignons vom Grill begleitet von Veuve Cliquot.
  • Thunfischtartar mit Zitronenschaum, dazu Bianca von Bruno Martin aus Ligerz.
  • Gaspacio andaluz mit auf Holzkohle gegrillter King Prawn und noch mehr Bianca.
  • gebratene Eglifilets mit Sauce Tartar Primo und Sommersalat an leichter Vinaigrette. Kühle Begleitung: Chardonnay von Bruno Martin aus Ligerz.
  • Pestorisotto mit Campo ai Sassi, Rosso di Montalcino, Marchesi de Frescobaldi.
  • Marinierte Rindshuftsteaks vom Grill mit Folienkartoffel und Gemüsepfanne und einem Glas sensationellem VignaRé, Bolgheri Superiore 2004, Tenuta Guicciardini Strozzi aus der Enoteca Tognoni in Bolgheri.
  • Regionale Käsevariationen warm und kalt aus der Molkerei in Erlach, begleitet von einem voluminösen Clos Plince Pomerol 2006.
  • Hausgemachtes Himbeer- und Brombeer-Sorbet mit frischen Heidelbeeren.

Ein gelungener Event. Die Gault-Millau-Punkte werden demnächst vergeben, die Rezepte unter der Hand gehandelt.

Schlaraffeninsel

Von edlen Tropfen und berühmten Knollen.

31. May 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Trinken 1 Kommentar →

syrah

Ein edles Geschenk hat uns gestern Abend wahre Gaumenfreuden bereitet: Der Syrah de Diolly 1999: zart, rund und weich. Die rote Rebsorte wurde vom Schweizer Rebenzüchter Dr. Henri Wuilloud in den 1930er-Jahren in der namensgebenden Gemeinde Diolly oberhalb von Sion eingeführt. Die Rebsorte Syrah findet man heute der Rhone entlang im Wallis an den sonnigsten und besten Lagen. Ganz nach dem Motto «guten Wein soll man trinken», begleitet uns der edle Geschmack noch heute im Gaumen.

belperknolle

Syrah passt ausgezeichnet zu Käse und diese Kombination haben wir mit feinsten Sorten aus der Käserei Glauser in Belp mit viel Freude getestet. Bei jedem einzelnen Käse kommen wir ins Schwärmen. Ein schon fast berühmter Sonderling ist die Belper Knolle, eine Kugel mit viel Knoblauch und schwarzem Pfeffer. Ob zum Dessert oder als Hauptspeise – geraffelt über einen Teller Pasta – die Belper Knolle ist vielseitig kombinier- und einsetzbar.

 

Feingehopft.

23. May 2009 Von: Sandro Kategorie: Trinken 1 Kommentar →

Egger Maximus

Wir geniessen es seit ein paar Jahren, das Maximus von Egger. Und gerade bei diesem herrlichen Sommerwetter ist das kühle helle Spezialbier, das in Worb seit 1864 gebraut wird, ein Hochgenuss. Prost!

P.S. Letzten Mittwoch mussten aus Frust über die Niederlage von YB im Cupfinal ein paar dieser Flaschen das Zeitliche segnen. Cup-vertami!

Namaste masala dosa.

29. January 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Reisen, Trinken 1 Kommentar →

Das unscheinbare Entrée des Mahamaya Indian Restaurant an der Länggassstrasse 43 lässt an der Take-Away-Theke noch nicht erahnen, welch wunderbares kulinarisches Reich sich in den hinteren Räumen verbirgt. Der Duft aber lässt erkennen, dass es sich hier um eine wahre indische Oase handeln muss. Kombiniert mit gedämpftem Licht, massiven Holzmöbeln und fröhlich farbigen Kissen tauche ich sogleich ab in bunte Erinnerungen an ein fernes geliebtes Land. Inspiriert vom fröhlichen Lächeln des Besitzers breitet sich auch auf unseren von der Hektik eines langen Arbeitstages gezeichneten Gesichtern Heiterkeit aus.

Die Speisekarte – ein kleiner Ordner in goldbesticktes Tuch gehüllt – lässt uns erst verstummen und bald schon in einen zungenbrecherischen Dialog einlenken. Was darf es heute sein: Byriani, masala, pakora, murgh, tandoori? Alles klingt nach Versuchung. Sansibar entscheiden sich für Prawns mit drei Saucen zur Vorspeise, danach für Tandoori Tikka Chicken und Masala dosa (eine indische Crêpe gefüllt mit Kartoffeln und Gemüse). Liebevoll zubereitet, herzlich serviert und feurig gewürzt. Eine wahre Gaumenfreude!

Und wie halten es die Inder mit dem Wein? Sie lassen ihn sein. Oder bedienen sich, wie wir gestern Abend, einem Sarda-Malet aus dem Languedoc-Roussillon (Assemblage aus Syrah, Mourvèdre und Grenache). Eine edle Begleitung der würzigen Speisen.

Unsere Empfehlung sei dieser indischen Oase gewiss. Das Mahamaya bietet zudem indische Sounderlebnisse und unzählige Tipps für die wahre Reise nach Indien. Namaste.

Willkommen auf Sansibar.

01. November 2008 Von: Sandro Kategorie: Essen, Feiern, Hören, Lesen, Reisen, Sehen, Trinken, Wandern, Wohlfühlen, Wohnen 2 Kommentare →

sansibar sind online! Sansibar ist eine Insel, ja. Und zwar eine wunderschöne, ruhige, (noch) nicht zu touristische, multikulturelle und paradiesische. Sansibar ist aber noch viel mehr. Es ist die Kombination von zwei Menschen, die sich selbst diesen Namen gegeben haben, da sie vieles mögen und ausleben, was beim Träumen auf Sansibar in den Herzen entsteht. Sansibar steht für die Wahrnehmung mit allen Sinnen. Und dies gehört zu unserem Lebensstil.

So ist auch www.sansibar-stil.ch aufgebaut. Ab sofort werden wir hier eure Sinne anregen mit Kommentaren zu aktueller Musik, Film und Literatur, euch Tipps für Restaurantbesuche, Reisen oder Entspannung abgeben und die neuesten Episoden aus dem Leben von Sansibar erzählen und illustrieren. Es freut uns, wenn sansibar zum Träumen anregt.