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Artikel der Kategorie ‘Sehen’

Walking in my mind.

12. August 2009 Von: Sibylle Kategorie: Reisen, Sehen Noch keine Kommentare →

walking in my mind

London ist immer wieder eine Reise wert. Eine spassige, spannende, abwechslungsreiche Stadt, farbenfroh und Kultur umworben. Eine Reise haben verschiedene internationale Künstler, unter anderen die Schweizer Thomas Hirschorn und Pipilotti Rist in der Hayward Gallery dargestellt, nämlich die Reise durch unser Gehirn, unseren Körper, unseren Geist. Die einen abstrakt, andere Detail verliebt, letztere ziemlich crazy haben sie ihren «way of walking in their mind» dargestellt. Eindrücklich – eine Reise wert.

Prince am Montreux Jazz Festival.

04. July 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →

prince-am-montreux-jazz-festival

The king is dead, but the prince is coming to Montreux! Michael Jackson, The King of Pop, ist nicht mehr. Doch Prince, der letzte verbleibende männliche Superstar der 80-iger Jahre, ist zum Glück immer noch sehr lebendig. Nie ganz so hoch aufgestiegen (und gefallen) wie sein damaliger Rivale, aber ähnlich verehrt von seinen Fans, konnte Prince zwar seit Jahren nie mehr an seine grössten (kommerziellen) Erfolge anknüpfen. Live ist der kleine Mann aus Minneapolis aber auch weiterhin eine Wucht.

Das lässt sich in Kürze am Montreux Jazz Festival wieder erleben: Prince wird am Samstag, 18. Juli 2009 den Schlussabend mit zwei Konzerten im Auditorium Stravinski bestreiten! Und hoffentlich später auch noch das Jazz Café beehren… May u live 2 c the dawn!

«The Boss» im Wankdorf.

01. July 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 2 Kommentare →

Bild: KEYSTONE/AP

Als Bruce Springsteen sein Konzert der «Working on a Dream»-Tour im Berner Stade de Suisse ankündigte, musste ich einfach zugreifen und ein Ticket besorgen. Schliesslich hatte ich den amerikanischen Handwerker des Rock – den ich vor allem in den 80-iger Jahren mochte – noch nie live gesehen.

Und ich wurde nicht enttäuscht: Mit einem Auftakt nach Mass (Nils Lofgren von der E-Street-Band stimmte auf der Handorgel zuerst «s’Vogellisi» an) startete Bruce selbst mit «Badlands» den knapp dreistündigen Hitreigen. Er bot eine gelungene Mischung aus neuen und alten Songs (siehe Setlist), die keine Wünsche offen liessen. Denn diese wurden während einer Wunschrunde, in der Springsteen ein paar Plakate mit Songwünschen drauf aus der Menge konfiszierte, gleich mehrfach erfüllt.

Zwischendurch hielt der Boss mit seiner unvergleichlichen Ausstrahlung eine glühende Ansprache («We don’t just wanna rock the house. We wanna build a house of love, hope and happiness»), die wohl auch manch abgebrühten Gospel-Prediger vor Neid hätte erblassen lassen. Ihm nimmt man es ab, eine solch ehrliche, intime und gleichzeitig energiegeladene, schweisstreibende Show durfte ich noch selten erleben. Danke Bruce, und jederzeit gerne wieder!

EODM im Dachstock.

21. June 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

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Als die Eagles of Death Metal, angeführt von Jesse «Boots Electric» Hughes, spät am Freitag Abend in der Reithalle die Bühne enterten, wurde schnell klar, dass diese Jungs keine schlechten Neuigkeiten für das schnauzbärtige Berner Publikum hatten, sondern jede Menge gute Laune, sexy Posen und Peace, Love & Death Metal.

Schon beim Opener «I Only Want You» hatte Frontsau Jesse sein Publikum fest im Griff und sorgte mit einer Mischung aus Ausdruckstanz und Sonnenbrillen-Posing dafür, dass sich die T-Shirts im proppenvollen und heissen Dachstock rasch mit Schweiß vollsogen.

Den coolsten Schnauzer trug natürlich Jesse selbst, und mit diesem führte er seine Mitmusiker – leider ohne Josh Homme, dafür mit QOTSA-Schlagzeuger Joey Castillo – durch eine Setlist, die Songs vom letzten Album «Heart on» (Secret Plans, Wannabe In L.A. etc.) aber auch viele ältere Stücke (Cherry Cola, So Easy etc.) enthielt. Gut gelaunt tigerte er über die Bühne, machte seine Späße mit der Menge und posierte mit einer Collage, die er von einem Fan geschenkt bekam. Das beeindruckte – ebenso wie die tight gespielte Version von «I Want You So Hard (Boy’s Bad News)», nach der die Musiker das erste Mal die Bühne verließen.

Doch die Besucher lockten den Frontmann rasch zurück auf die Bühne. Der Rest der Band musste noch zuwarten, während Jesse eine Soloversion des Stones-Klassikers «Brown Sugar» zum Besten gab. Weil das simple, aber eben ungemein knackige Schlagzeugspiel und der Rumpel-Bass fehlten, forderte das Publikum auch die Band zurück auf die Bretter, um zum finalen «Speaking In Tongues» kollektiv Beine, Arme, Hintern und Hüften in Exstase zu wiegen.

So konnte ich erschöpft, aber glücklich nach Hause gehen mit der Gewissheit, das bekommen zu haben, was ich wollte: knapp 2 Stunden voller sinnentleertem, geilem Rock-Scheiß.

AC/DC im Hallenstadion.

07. April 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

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Nachdem ich in letzter Minute doch noch zu einem Ticket gekommen bin (und das erst noch zum Normalpreis – nochmals einen herzlichen Dank an die edlen Spender, you know who you are), gab es kein Halten mehr.

AC/DC boten eine Höllenshow mit allen grossen Hits, die (eigentlich) keine Wünsche offen liess. Und dennoch, irgendwie konnte ich mich nicht mehr so restlos dafür begeistern. Lag es daran, dass die Jungs sichtlich gealtert sind und nicht mehr die gleiche Power rüberbrachten wie auf der Razor’s Edge-Tour, als ich sie zuletzt gesehen habe (ist ja immerhin auch schon fast 20 Jahre her)? Oder bin ich zu alt dafür? Oder war es einzig, weil ich mich mit einem Sitzplatz begnügen musste und mein Füsschen den Rhythmus nie so richtig fand? Hmmm…

Bonaparte im Dachstock.

23. March 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

bonaparte

Am Mittwoch, 25. März spielt die Berliner Zirkusband Bonaparte im Dachstock der Reitschule. Schweiss wird von den Wänden tropfen, Menschen mit Dreispitz-Papierhüten «Anti Anti!» rufen, Mädchen sich beim Stagediving blaue Flecken zuziehen, Tänzerinnen den burlesquen Beinaufschlag üben, eine maskierte, halbnackte Band mit teuflischer Dringlichkeit spielen, alles unter Strom stehen, die Revolution ausbrechen. Kurz: «Do you want to party with the Bonaparte?»

Ende 2006 in Barcelona als Idee geboren und in Berlin grossgezogen, entwickelte sich die Hedonistentruppe um den Schweizer Vagabunden Tobias Jundt (alias Signorino TJ) zu einem der angesagtesten Geheimtipps des Berliner Underground, spielte von Neuseeland bis zum altehrwürdigen Montreux Jazz Festival, von der illegalen Party unterm Alexanderplatz bis zur Afterhour am Technorave oder auch mal für Quentin Tarantino persönlich. Bonaparte erobert und bricht nach alter Manier Herzen und Hüften – dank energetischem Elektropunk mit einer ordentlichen Prise Verrücktheit.

 

Lauwarmes Gurtenfestival 2009.

18. March 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →

Nachdem die Ankündigung der ersten Headliner des Gurtenfestivals noch für Begeisterung sorgte, kehrt mit der Präsentation des (fast) kompletten diesjährigen Programms wieder Ernüchterung ein: Die Gallaghers können von mir aus ruhig in England weiter pöbeln. Patent Ochsner zum zweihundersten Male? Wie originell… ausserdem sind sie, wie übrigens auch Soulman Seven, in der kommenden Woche schon im Bierhübeli zu hören. Die Lovebugs kann man nach ihrem Eurovision-Song-Contest-Abenteuer eh nicht mehr ernst nehmen und Tricky ist ebenfalls ein mehrfacher Wiederholungstäter, auf den wohl niemand gewartet hat.

Immerhin, Röyksopp kehren nach ihrem unvergessenen Auftritt auf der Zeltbühne im Jahr 2003 auf den Gurten zurück, und mit den vom 80er New Wave beeinflussten White Lies und den irischen The Script konnten vielleicht zwei künftige Rockgötter verpflichtet werden. Und Phenomden, der Mundart-Reggae-Sänger aus Züri, wird zusammen mit seiner Live-Band The Scrucialists bestimmt die Sonne aufgehen lassen.

Aber wo bleiben die wirklich heissen Acts wie z.B. The Ting Things oder The Whip (beide auf deutschen Festivals zu bewundern), die kunterbunte Berliner Zirkusband Bonaparte (mit dem Schweizer Tobias Jundt alias Signorino TJ), die australischen Empire Of The Sun mit dem kommenden Sommerhit «Walking on a dream», die dänischen Discorocker WhoMadeWho, deren neues Album «The Plot» am Freitag erscheint, die Neuseeländerin Ladyhawke mit dem Heuler «Paris is burning», das englische Synthiepop-Duo La Roux oder die Berner Indierocker Monorev?

Verpassen Philippe Cornu und «sein» Festival jetzt endgültig den Anschluss? Und was soll meine Wenigkeit da tun? Den Boykott verlängern oder wenigstens am Donnerstag (spät) und am Sonntag abends auf den Berg pilgern? Hmmmm…

 

Wellness für urbane Nachtschwärmer.

13. March 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

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Yeah, WhoMadeWho sind zurück: Am 20. März erscheint das neue Album «The Plot» der dänischen Discorock-Band. Die erste Auskoppelung «This Train» hat schon schwer eingeschlagen und wurde bei Drowned in Sound zur Single der Woche gewählt.

Bekannt wurden WhoMadeWho durch zwei Coverversionen von Techno- bzw. Houseklassikern, Mr. Oizos «Flat Beat» und Benny Benassis «Satisfaction». Mit dem 2005 veröffentlichten ersten Album versöhnten sie den Club definitiv mit dem Band-Konzept: eine Rockformation mit echten Instrumenten spielt intelligente Tanzmusik! Diese Verbindung von neuzeitlichem Clubsound mit dem Steinzeitflair eines Josh Homme funktionierte so gut, dass dieser mit seinen QOTSA den Titel «Space For Rent» kurzerhand ins eigene Live-Repertoire integrierte.

Live sind WhoMadeWho übrigens am Samstag, 28. März am m4music-Festival in Zürich und am 10. Juli am Montreux Jazz Festival zu hören.