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Artikel der Kategorie ‘Sehen’

AC/DC im Hallenstadion.

07. April 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →


Nachdem ich in letzter Minute doch noch zu einem Ticket gekommen bin (und das erst noch zum Normalpreis – nochmals einen herzlichen Dank an die edlen Spender, you know who you are), gab es kein Halten mehr.

AC/DC boten eine Höllenshow mit allen grossen Hits, die (eigentlich) keine Wünsche offen liess. Und dennoch, irgendwie konnte ich mich nicht mehr so restlos dafür begeistern. Lag es daran, dass die Jungs sichtlich gealtert sind und nicht mehr die gleiche Power rüberbrachten wie auf der Razor’s Edge-Tour, als ich sie zuletzt gesehen habe (ist ja immerhin auch schon fast 20 Jahre her)? Oder bin ich zu alt dafür? Oder war es einzig, weil ich mich mit einem Sitzplatz begnügen musste und mein Füsschen den Rhythmus nie so richtig fand? Hmmm…

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Bonaparte im Dachstock.

23. March 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

bonaparte

Am Mittwoch, 25. März spielt die Berliner Zirkusband Bonaparte im Dachstock der Reitschule. Schweiss wird von den Wänden tropfen, Menschen mit Dreispitz-Papierhüten «Anti Anti!» rufen, Mädchen sich beim Stagediving blaue Flecken zuziehen, Tänzerinnen den burlesquen Beinaufschlag üben, eine maskierte, halbnackte Band mit teuflischer Dringlichkeit spielen, alles unter Strom stehen, die Revolution ausbrechen. Kurz: «Do you want to party with the Bonaparte?»

Ende 2006 in Barcelona als Idee geboren und in Berlin grossgezogen, entwickelte sich die Hedonistentruppe um den Schweizer Vagabunden Tobias Jundt (alias Signorino TJ) zu einem der angesagtesten Geheimtipps des Berliner Underground, spielte von Neuseeland bis zum altehrwürdigen Montreux Jazz Festival, von der illegalen Party unterm Alexanderplatz bis zur Afterhour am Technorave oder auch mal für Quentin Tarantino persönlich. Bonaparte erobert und bricht nach alter Manier Herzen und Hüften – dank energetischem Elektropunk mit einer ordentlichen Prise Verrücktheit.

 

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Lauwarmes Gurtenfestival 2009.

18. March 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →

Nachdem die Ankündigung der ersten Headliner des Gurtenfestivals noch für Begeisterung sorgte, kehrt mit der Präsentation des (fast) kompletten diesjährigen Programms wieder Ernüchterung ein: Die Gallaghers können von mir aus ruhig in England weiter pöbeln. Patent Ochsner zum zweihundersten Male? Wie originell… ausserdem sind sie, wie übrigens auch Soulman Seven, in der kommenden Woche schon im Bierhübeli zu hören. Die Lovebugs kann man nach ihrem Eurovision-Song-Contest-Abenteuer eh nicht mehr ernst nehmen und Tricky ist ebenfalls ein mehrfacher Wiederholungstäter, auf den wohl niemand gewartet hat.

Immerhin, Röyksopp kehren nach ihrem unvergessenen Auftritt auf der Zeltbühne im Jahr 2003 auf den Gurten zurück, und mit den vom 80er New Wave beeinflussten White Lies und den irischen The Script konnten vielleicht zwei künftige Rockgötter verpflichtet werden. Und Phenomden, der Mundart-Reggae-Sänger aus Züri, wird zusammen mit seiner Live-Band The Scrucialists bestimmt die Sonne aufgehen lassen.

Aber wo bleiben die wirklich heissen Acts wie z.B. The Ting Things oder The Whip (beide auf deutschen Festivals zu bewundern), die kunterbunte Berliner Zirkusband Bonaparte (mit dem Schweizer Tobias Jundt alias Signorino TJ), die australischen Empire Of The Sun mit dem kommenden Sommerhit «Walking on a dream», die dänischen Discorocker WhoMadeWho, deren neues Album «The Plot» am Freitag erscheint, die Neuseeländerin Ladyhawke mit dem Heuler «Paris is burning», das englische Synthiepop-Duo La Roux oder die Berner Indierocker Monorev?

Verpassen Philippe Cornu und «sein» Festival jetzt endgültig den Anschluss? Und was soll meine Wenigkeit da tun? Den Boykott verlängern oder wenigstens am Donnerstag (spät) und am Sonntag abends auf den Berg pilgern? Hmmmm…

 

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Wellness für urbane Nachtschwärmer.

13. March 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →


Yeah, WhoMadeWho sind zurück: Am 20. März erscheint das neue Album «The Plot» der dänischen Discorock-Band. Die erste Auskoppelung «This Train» hat schon schwer eingeschlagen und wurde bei Drowned in Sound zur Single der Woche gewählt.

Bekannt wurden WhoMadeWho durch zwei Coverversionen von Techno- bzw. Houseklassikern, Mr. Oizos «Flat Beat» und Benny Benassis «Satisfaction». Mit dem 2005 veröffentlichten ersten Album versöhnten sie den Club definitiv mit dem Band-Konzept: eine Rockformation mit echten Instrumenten spielt intelligente Tanzmusik! Diese Verbindung von neuzeitlichem Clubsound mit dem Steinzeitflair eines Josh Homme funktionierte so gut, dass dieser mit seinen QOTSA den Titel «Space For Rent» kurzerhand ins eigene Live-Repertoire integrierte.

Live sind WhoMadeWho übrigens am Samstag, 28. März am m4music-Festival in Zürich und am 10. Juli am Montreux Jazz Festival zu hören.

 

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«In der Klinik».

11. March 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören, Sehen 4 Kommentare →

klinik

Die Geschwister Pfister gehen mit einem neuen Programm auf Tournée. Und dabei ist eine kleine Sensation gelungen: Zum ersten Mal feiern Ursli & Toni Pfister mit Fräulein Schneider die Uraufführung nicht in Berlin, sondern am 11. April 2009 im Theater am Hechtplatz in Zürich. Weitere Vorstellungen folgen vom 12. bis 19. April.

Unsere lieben Prominenten, sie haben es nicht leicht heutzutage. Das Parkett auf dem roten Teppich ist glatt, Krise, Karriereknick, Totalabsturz und Ehe-Aus wohin man schaut. Nur mit professioneller Hilfe können die meisten dem enormen Druck überhaupt noch standhalten. Wer was auf sich hält, lässt sich coachen oder macht einen Entzug. Das haben auch die Geschwister Pfister erkannt und kurzentschlossen ihre eigene Klinik eröffnet. Eine Art Betty-Ford-Wellness-Entzugsklinik-Grand-Hotel-Anlage für Prominente – und etwas weniger Prominente. Dort sind die Pfisters nicht nur Besitzer, sondern gleichzeitig auch Ärzte, Pfleger, Therapeuten und selbstverständlich ihre eigenen, very erste First-Class Patienten.

Wer lässt sich am Samstag, 18. April gemeinsam mit sansibar einliefern? Es sind noch Plätze frei. Gute Besserung!

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Filme für Hartgesottene II.

27. February 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Sehen Noch keine Kommentare →

Aufgrund von einigen Feedbacks und Kommentaren auf meinen Beitrag vom 24. Januar «musste» ich mir weitere DVDs von schaurig-schönen Filmen ansehen. Hier deshalb eine Ergänzung meiner Rangliste:

Dead end (2003)
Familie Harrington fährt seit 25 Jahren am Heiligabend zu den Grosseltern. Doch in diesem Jahr wählt Vater Frank zum ersten Mal eine Abkürzung. Auf der stockfinsteren Strecke nehmen sie eine verstörte junge Frau mit einem Baby mit. Die Harringtons vermuten, dass sie nach einem Unfall unter Schock steht und versuchen, der Frau zu helfen. Als sie entdecken, dass das Baby tot ist, ist es bereits zu spät: Zuerst ringen sie mit Ihrem Verstand – dann kämpfen sie um ihr Leben!
Hier sind französische Regisseure in einer amerikanischen Produktion am Werk: ein finsterer Horrortrip, dessen dunkle Atmosphäre nur durch seinen noch schwärzeren Humor durchbrochen wird. Ob gewollt oder nicht, hier darf auch gelacht werden. Und der Soundtrack von Greg de Belles ist erstklassig! Ausserdem: unbedingt den Abspann zu Ende schauen!

[Rec] (2007)
Fernsehmoderatorin Angela Vidal und ihr Kameramann Pablo wollen eigentlich nur eine Nacht lang den Alltag der Männer einer Feuerwache dokumentieren. So denken sie sich nichts weiter, als die Feuerwehrmänner zu einem Routine-Einsatz in ein altes Mietshaus gerufen werden, wo sie der Polizei die Tür zu einer Wohnung öffnen sollen. Doch dann werden sie dort von einer blutverschmierten Frau angegriffen, ein Polizist wird schwer verletzt. Flucht ist nicht mehr möglich, denn mittlerweile hat die Polizei das Gebäude unter Quarantäne gestellt und weiträumig abgesperrt. Fernsehteam, Beamte, Feuerwehrmänner und Mieter sind gefangen in dem Haus.
Intensiver spanischer Schocker in Reality-TV-Format, mit Handkamera verwackelt gedreht, so dass man das Gefühl hat, mitten drin zu sein… Schön konsequent bis zum bitteren Ende.

A l’intérieur (2007)
Und nochmals die Franzosen: Superber Schocker, der von einer unglaublich düsteren Atmosphäre und tollen Schauspielerinnen lebt (u.a. Frankreichs ewige Femme fatale Béatrice Dalle). Allerdings eine ziemlich blutige Sache…
In der Schweiz als «Inside» und Uncut mit 79 Minuten Laufzeit erhältlich.

Ruins (2008)
Genial inszenierter Psycho-Horror-Trip der anderen Art. Das meiste spielt sich hier auf einer Maya-Pyramide ab, am hellichten Tage unter der Sonne. Und wer meint, hier könne man sich nicht gruseln, der irrt. Der Film beginnt im typischen Teenie-08/15-Muster mit Party und schönen jungen DarstellerInnen. Doch schon bald merkt man, dass mehr in dieser Überraschung steckt…

The cell (2000)
Eigentlich ausser Konkurrenz läuft dieser Thriller, den ich bei dieser Gelegenheit wiederentdeckt habe. Eine Starbesetzung (neben «Out of sight» wohl die einzig gute Rolle für Jennifer Lopez) und tolle Bilder aus den bizarren Fantasiewelten der Hauptdarsteller machen diese eher klassische Geschichte eines Serienmörders zu einem Augenschmaus.

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Gurtenfestival 2009.

16. February 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

Das Gurtenfestival hat heute die beiden ersten Headliner für die diesjährige Ausgabe vom 16. bis 19. Juli bestätigt. Kings Of Leon und Franz Ferdinand geben uns die Ehre! Wenn das nicht zwei gute Gründe sind, nach dem mehrjährigen Boykott wieder einmal auf den Berner Hausberg zu pilgern.

Psst, angeblich werden noch andere Gitarrengötter dem Lockruf auf den Gurten folgen. Wie wäre es z.B. mit Airbourne?

 

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«The Last Blast.»

10. February 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Sehen 3 Kommentare →


Am 20. Februar erscheint die DVD zum schon heute Kultstatus geniessenden Film von Sohm Offös mit der grandiosen Mimie LaGrande, Rab Reilly und Heinz Hoenig in den Hauptrollen. Im vergangenen September hatte ich das Glück, an einer der wenigen Aufführungen im Lichtspiel in Bern grosses Schweizer Kino bewundern zu dürfen.

Nämlich die atemberaubende Geschichte des Berner Punkmädchens Helenka, das sich mit seinem Hippievater Eddie und dessen todgeweihtem Kumpel Grips aufmacht, auf einer echten Harley Davidson Shovelhead und einer Norton Combat Commando durch die unergründlichen Weiten Arizonas, Kaliforniens und Nevadas zu brettern. Die Reise endet mitten im Burning-Man-Festival, dem Stelldichein der verrücktesten Performer und Outlaws, die diese Welt zu bieten hat (und wo der Film 2007 auch seine Weltpremiere feiern konnte). Der passende Soundtrack stammt von legendären Bands der Stunde (unter anderem Krokus, Knuckledust, Extrem Normal und die unvergleichlichen Cowpunks).

Für Biker, Fans von Roadmovies und schrägen Figuren sowie toller Rockmusik ist «The Last Blast» ein Muss. Es handelt sich dabei garantiert nicht um eines der von Nicolas Bideau zur Referenz erklärten Aushängeschilder der helvetischen Filmbranche. Dieser Film wurde vielmehr von einer Handvoll Verrückten, Punks und Nonkonformisten unabhängig produziert. Ein roher, mit viel Herzblut gemachter Streifen, der völlig quer in der Schweizer Filmlandschaft steht und ein Vergnügen der wild-donnernden Art bietet.

 

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iSee – Die Revolution des Diaabends.

29. January 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →


Der charismatische Berner Erzähler Reeto von Gunten hat schon Lesungen in die Clubs gebracht. Gestern revolutionierte er im Bierhübeli den angestaubten Diaabend: ein unvergesslicher und höchst amüsanter Abend mit Bildern und Geschichten, wie man ihn sich zeitgemässer nicht vorstellen könnte.

Reeto von Gunten hielt nicht einfach eine Lesung, er erzählte, schwelgte, schwärmte und unterhielt auf höchstem Niveau. Ausserdem brachte er zum ersten Mal seine fantastischen Bilder mit, u.a. die Serie «Removable» (siehe http://www.flickr.com/photos/removable).

 

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Filme für Hartgesottene.

24. January 2009 Von: Sandro Hofmann Kategorie: Sehen 3 Kommentare →

Das Horror- und Psycho-Genre erlebt im Kino seit geraumer Zeit eine wahre Renaissance. Spätestens mit «Saw» (2004) und «Hostel» (2005) entstanden neue Klassiker, die das Genre revolutionierten. Ich habe mir in den vergangenen Wochen einige DVDs angeschaut, die einem so richtig das Gruseln beibringen und wohlige Schauer des Entsetzens über den Rücken jagen. Hier eine persönliche Rangliste:

Haute tension (2003)
Ein einsames Haus, eine vereinte Familie, zwei unzertrennliche Freundinnen. Ein brutaler Fremder, der vor nichts zurückschreckt. Und die Nacht.

Unglaublich spannender französischer Thriller, mit einer beklemmenden Atmosphäre und einigen ziemlich krassen Szenen. Vor allem bietet er eine extrem verblüffende Schlusspointe (à la «Fight club», «The sixth sense» oder eben «Saw») , die einem dazu zwingt, den Film nochmals durchzudenken oder gleich nochmals anzuschauen.

El Orfanato (2008)
In dem titelgebenden spanischen Waisenhaus geschahen zu Zeiten Francos allerlei schreckliche Dinge. Nun will die tatkräftige Laura das Heim, den Ort ihrer Jugend, wiedereröffnen, um so unter anderem Spielkameraden für ihren sensiblen Sohn zu finden. Dieser findet auch schnell Anschluss. Allerdings bleibt zunächst fraglich, ob es sich dabei um reale Kinder oder eher um übernatürliche Wesen handelt.

Fängt an wie ein Thriller, kommt mit einer Prise Horror und endet in einem schönen Märchen.

Frontière(s) (2007)
Nach einem missglückten Banküberfall in Paris flieht die schwangere Yasmina und ihre Gang von Kleinkriminellen vor der Polizei. Sie landen in einem schäbigen Gasthaus im Niemandsland nahe der belgischen Grenze. Doch anstelle von Rettung erwartet sie in der Absteige die Hölle auf Erden!

Noch ein französischer Film, präsentiert von Luc Besson: gilt als Genre-Hit allererster Klasse – schnell, wild, mitreissend, brutal… Für Splatter-Fans: Unbedingt den um 7 Minuten längeren «Unrated Director’s Cut» reinziehen!

Saw IV (2008)
Was 2004 als kleiner Independent-Film auf dem Sundance Film Festival begann, entwickelte sich in nur wenigen Jahren zu einer der erfolgreichsten Horror-Reihen aller Zeiten. Inzwischen hat der Puzzlemörder mit der fragwürdigen Moral Kultstatus erreicht. Hier geht die Geschichte von Jigsaw weiter, zum Glück wieder spannender als in den Teilen 2 und 3, ans Original kommt aber auch der 4. Teil nicht ran. Teil 5 läuft jetzt im Kino.

Shutter – Sie sehen dich (2008)
Remake eines thailändischen Horrorfilms um ein junges Paar und Geisterfotos. Ganz ansprechend in Szene gesetzt, recht spannend, aber schlussendlich doch etwas uninspiriert. Das Original soll um Längen besser sein, ich habs mir erspart…

 

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