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Artikel der Kategorie ‘Sehen’

Basquiat in der Fondation Beyeler.

15. May 2010 Von: Sandro Kategorie: Sehen Noch keine Kommentare →

Basquiat in his studio, 1985. Photograph © Lizzie Himmel

Aufgrund des miserablen Wetters während der Auffahrtstage haben sich sansibar entschlossen, wieder einmal einen Museumsbesuch zu wagen: und zwar in der Fondation Beyeler in Riehen/BS, die dem berühmten Maler Jean-Michel Basquiat anlässlich seines 50. Geburtstages die erste umfassende Ausstellung in Europa widmet.

Basquiat (1960–1988) war eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Kunstwelt. Er startete im New Yorker Untergrund als Graffiti-Sprayer, Musiker und Schauspieler, bevor er 19jährig Kunstmaler wurde. Seine ausdruckstarke, energievolle Malerei stiess schnell auf Bewunderung. Von Andy Warhol gefördert, avancierte er zu einem international gefeierten Kunststar. Er war der jüngste Documenta-Teilnehmer, wurde an der Art Basel, der Biennale von Venedig und von berühmten Galerien ausgestellt. Der Sohn von karibischen Einwanderern war ausserdem der erste schwarze Künstler, der den Durchbruch schaffte. Er arbeitete mit Keith Haring, Francesco Clemente, Debbie Harry, Madonna und vielen anderen Stars zusammen. In nur acht Jahren schuf er ein umfassendes Werk von rund 1000 Gemälden und ebenso vielen Zeichnungen, bevor er erst 27jährig an einer Überdosis Heroin starb.

Seine mit comicartigen Figuren, skeletthaften Silhouetten, kuriosen Alltagsobjekten und poetischen Slogans bevölkerten Werke sind farbenprächtig und kraftvoll. Sie vermischen Popkultur und Kulturgeschichte zu kritisch-ironischen Kommentaren über Konsumgesellschaft sowie soziale Ungerechtigkeit und zählen heutzutage zu den gefragtesten Kunstobjekten des 20. Jahrhunderts. Wahrlich eine Entdeckung wert, genauso wie der halb-biographische Film «Basquiat» von 1996 mit Starbesetzung (u.a. Benicio Del Toro, Dennis Hopper, David Bowie und Gary Oldman).

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Tauschen statt kaufen.

16. April 2010 Von: Sandro Kategorie: Hören, Lesen, Sehen 1 Kommentar →

Ab heute grassiert wieder das Panini-Fieber: Die neuen Sammelbildchen für die Fussball-WM 2010 in Südafrika sind da! Und bekanntlich kriegt man sein Album ja nie voll, ohne doppelte Sticker zu tauschen. Die Online-Tauschbörse Exsila bietet auch dafür die geeignete Plattform.

Exsila ist die erste Schweizer Tausch-Community für sicheres und legales Tauschen von Medienträgern. Exsila ist perfekt für alle Fans von Filmen, Musik, Games, Büchern und Hörbüchern, die ihre Bibliothek laufend erneuern wollen.

Tausche deine Medienträger online mit sansibar. Auf www.exsila.ch findest Du laufend eine stattliche Anzahl von DVDs, CDs, Hörspielen und Büchern aus unserer Sammlung, die wir zum Tausch anbieten.

PS: Kürzlich habe ich meine 1000. Exsila-Bestellung ausgeführt. D.h. 1000 Mal eine DVD oder CD, ein Buch, ein Hörbuch oder eben Panini-Stickers verpackt und verschickt. Die lokale Poststelle hat mich deshalb schon angefragt, ob ich eigentlich einen privaten Versandhandel betreibe…

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2010 rockt.

20. January 2010 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 5 Kommentare →

Im neuen Konzertjahr gibt es mächtig was auf die Ohren. Die Clubs, Hallen und Stadien in der Schweiz werden beben, schliesslich haben sich die Grossen des Rocks im Multipack angekündigt. Vor allem im Berner Wankdorf wird gleich drei Mal abgerockt!

Und ich darf mich stolzer Besitzer von Tickets für folgende Konzerte nennen:

Ja, und dann wären da noch die Big Four, d.h. Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax am Freitag, 18.6. in Jonschwil/SG. Ausserdem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass U2 mit ihrer 360°-Tour im August oder September in Dübendorf Halt machen sollen. Wobei sich hier die Frage stellt, ob die gigantische, für die ganz grossen Stadien der Welt entwickelte Show (siehe Video zu «I’ll go crazy if I don’t go crazy tonight») auf dem flachen Flughafengelände nicht bloss zur Pleite werden kann…

Also, wer rockt wo mit?

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Filme für Hartgesottene III.

14. December 2009 Von: Sandro Kategorie: Sehen Noch keine Kommentare →

Was gibt es Schöneres in diesen kalten Tagen, als es sich schön kuschelig und gemütlich vor der Flimmerkiste zu machen und wieder einmal einen guten Film reinzuziehen? «Passend» dazu hier ein paar Vorschläge:

«The midnight meat train».
Der Fotograf Leon Kaufman ist besessen von der Idee, das wahre Leben der Millionenstadt New York abzubilden. Bei seiner Suche nach dem perfekten Motiv stösst er auf die blutige Spur eines unaufhaltbaren Serienmörders, der nächtliche U-Bahnfahrgäste stumm und gnadenlos abschlachtet, als wären sie Vieh. Für wen – oder was – bereitet er seine hilflosen Opfer zu? Auf Leon strahlt der bestialische Killer eine seltsame Faszination aus, die ihn immer tiefer in die endlosen Tunnel der New Yorker U-Bahn lockt – und schliesslich in einen Abgrund, in dem etwas Teuflisches auf ihn lauert…

Wirklich toller, z.T. ziemlich blutiger Horrorfilm mit einer originellen Handlung, cooler Bildsprache und einem kleinen Staraufgebot an Schauspielern (Vinne Jones, Bradley Cooper, Brooke Shields etc.), nach einer Kurzgeschichte von Altmeister Clive Barker («Hellraiser»).

«Martyrs».
Ein zehnjähriges Mädchen entweicht aus einem Kellerverlies nach Jahren der Gefangenschaft, Entwürdigung und Folter. Unfähig oder -willig, Sachdienliches zur Ermittlung ihrer Peiniger beizutragen, wächst sie in einem Waisenhaus heran und öffnet sich allein einer Zimmerkameradin. 15 Jahre nach ihrer Befreiung sucht sie als junge Frau nach Rache und Antworten und stattet einer scheinbar normalen vierköpfigen Vorstadtfamilie einen Besuch mit der Schrotflinte ab.

Eindrücklicher französischer Film, wohl das verstörendste Stück Filmgeschichte, das ich je gesehen habe. Gelungene Mischung aus Jugenddrama und Psychothriller, gewürzt mit ein paar Horrorelementen. Aber nichts für Splatterfans, und schon gar nichts für schwache Nerven!

«Let the right one in».
Der zwölfjährige Oskar lebt in einer grauen Betonsiedlung Kopenhagens. Der schmale Junge wird von Mitschülern ständig drangsaliert, wehrt sich aber nicht. Da trifft er nach Sonnenuntergang auf dem Spielplatz die gleichaltrige Eli. Langsam freundet er sich mit dem seltsamen Mädchen an und entdeckt, dass sie ein Vampir ist. Sie lehrt ihn, sich zu verteidigen, zurückzuschlagen. Bald herrschen im Viertel Angst und Schrecken…

Vampire einmal anders (nix da mit Twilight-Romantik!): schön wie Bluttropfen im Schnee und grausam, wie es nur Kinder sein können. Ein Muss für jeden Cineasten!

«Eden lake».
Die jungen Eheleute Jenny und Steve fahren mit dem Geländewagen hinaus ins Grüne, um beim Camping am See die Seele baumeln zu lassen. Nebenan feiert die örtliche Jugendclique aus dem Dorf und will sich nicht vorschreiben lassen, wie laut sie den Ghettoblaster aufdreht. Es kommt zu Wortgefechten, Pöbeleien, ein Reifen wird zerstochen. Steve fühlt sich persönlich herausgefordert, stellt den Übeltätern nach, und lässt die Situation vollends eskalieren. Jetzt müssen er und Jenny ums nackte Überleben kämpfen.

Erstaunlich fieser und harter englischer Thriller. So vehement düster und abgebrüht hat ein Film selten aktuelle soziale Missstände in eine Geschichte verpackt.

«Drag me to hell».
Die Bankangestellte Christine Brown ist eine gute Seele, was sich als nachteilig erweist, wenn es um die kritische Vergabe von Krediten geht. Zumindest wird sie von ihrem Chef Mr. Jacks gedrängt, härter mit den Kunden umzugehen. Weshalb Christine entgegen ihrer eigentlichen Überzeugung einer alten Zigeunerin trotz ihres Flehens und Bettelns ein Darlehen verweigert. Die Zigeunerin reagiert mit Hass und schwört Christine, in drei Tagen würde sie zur Hölle fahren. Kurz darauf ereignet sich Merkwürdiges.

Kult-Regisseur Sam Raimi (Spider-Man 1–3, Tanz der Teufel) feiert sein Horrorcomeback! «Drag me to hell» ist eine schockierende Höllenfahrt im klassischen Stil (d.h. keine Folterszenen, abgetrennte Körperteile oder literweise Blut), die durch Atmosphäre, einige gut platzierte Schockeffekte und eine bis zum (bitteren) Ende konsequente Geschichte zu überzeugen vermag.

«All the boys love Mandy Lane».
Die ungekrönte High School Königin Mandy Lane macht es den Jungs nicht gerade einfach und lässt kaum einen an sich heran. Auf der Ranch-Party ihrer Freunde Chloe und Red soll sich das jedoch ändern, da sie die Jungs mit Hilfe von Alkohol und Drogen gefügig machen wollen. Doch als die Party ihrem Höhepunkt entgegen geht, kippt die ausgelassene Stimmung plötzlich. Ein übler Schlitzer geht um…

Typischer amerikanischer Teenie-Slasher mit schönen Jugendlichen, viel Party, ohne grosse Spannung aber einem doch ziemlich überraschenden Schluss.

«The strangers».
Nach der Hochzeit eines Freundes wollen sich James und Kristen in die Einsamkeit ihres abgelegenen Sommerhauses zurückziehen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft müssen sie feststellen, dass sie nicht allein sind. Aus der Dunkelheit des Waldes tauchen maskierte Gestalten auf, die gewaltsam versuchen ins Haus einzudringen. Obwohl sie sich nicht erklären, wird schnell klar, dass ihre Absichten tödlich sind…

Die schöne Elfe Liv Tyler ist auch gleich der einzige Höhepunkt in diesem etwas krud und schlecht nachvollziehbaren Grusel-Thriller. Solide, aber nicht mehr.

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«The Expendables.»

14. November 2009 Von: Sandro Kategorie: Sehen 1 Kommentar →


Das dürfte der große Actionhit des nächsten Jahres werden. Sylvester Stallone führt in seinem neuen Film «The Expendables» alte Kinohelden wie sich selbst, Mickey Rourke oder Dolph Lundgren mit den Prügelstars der Neuzeit wie Jason Statham oder Jet Li zusammen. Nun sind auch noch Arnold der Gouvernator und Bruce Willis offiziell mit an Bord!

Sylvester Stallone, Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger ballerten und schlugen sich bisher meist als Einzelkämpfer durch das Actionkino. In «The Expendables» soll sich dies nun ändern. Der Rocky- und Rambo-Darsteller bestätigte, dass Willis und Schwarzenegger nicht nur kurz zu sehen sind, sondern dass die drei Schwergewichte der 80er-Blockbuster in einer ca. fünfminütigen Szene gemeinsam auftreten werden. Auch das weitere Casting lässt auf einen Böller de Luxe hoffen:

  • Mickey Rourke (The Wrestler; Sin City; Angel heart)
  • Dolph Lundgren (Universal Soldier; Rocky IV)
  • Eric Roberts (The Dark Knight; The Specialist)
  • Danny Trejo (From Dusk Till Dawn; Desperado; Planet Terror)
  • Jason Statham (Transporter 1–3; Lock, stock and two smoking barrels)
  • Jet Li (The One, Fearless).

Die Dreharbeiten zur 60-Millionen-Dollar schweren Produktion, deren Kinostart für Sommer 2010 geplant ist, fanden zum grossen Teil in Brasilien statt. Die Story handelt von einer Gruppe von Söldnern, die in Südamerika einen Diktator stürzen sollen. Und dabei wird es sicherlich schön brachial zur Sache gehen.

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Wanderlust.

16. August 2009 Von: Sibylle Kategorie: Sehen, Wandern Noch keine Kommentare →

wanderlust

Bisher kannte ich den Lauenensee vom Lied der Gruppe Span. Nun ist mir klar, weshalb sie von diesem Kraftort begeistert sind. Das perfekte Ausflugsziel an einem sonnigen Freitag im August. Doch damit nicht genug. Der Lauenensee war Ausgangspunkt unserer Tour steil nach oben zur Geltenhütte entlang eines prächtigen Wasserfalls, dessen regelmässiges Plätschern die kühlende Motivation war, in der Mittagssonne nicht aufzugeben. Nach einer Stärkung mit Trockenfleisch und Alpkäse machten wir uns auf den Weg zurück an den Lauenensee. Lange geht der Weg durch saftiges Alpgrün fast geradeaus. Die 600 aufgestiegenen Höhemeter mussten zum Schluss noch in einem steilen steinigen Abgang durch den Wald bewältigt werden. Unseren Knien hat dies trotz Stöcken mässig gefallen, unserer Begeisterung für die Tour konnte das aber nichts abhaben. I gloube I gange no meh. A Louenesee.

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Walking in my mind.

12. August 2009 Von: Sibylle Kategorie: Reisen, Sehen Noch keine Kommentare →

walking in my mind

London ist immer wieder eine Reise wert. Eine spassige, spannende, abwechslungsreiche Stadt, farbenfroh und Kultur umworben. Eine Reise haben verschiedene internationale Künstler, unter anderen die Schweizer Thomas Hirschorn und Pipilotti Rist in der Hayward Gallery dargestellt, nämlich die Reise durch unser Gehirn, unseren Körper, unseren Geist. Die einen abstrakt, andere Detail verliebt, letztere ziemlich crazy haben sie ihren «way of walking in their mind» dargestellt. Eindrücklich – eine Reise wert.

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Prince am Montreux Jazz Festival.

04. July 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →

prince-am-montreux-jazz-festival

The king is dead, but the prince is coming to Montreux! Michael Jackson, The King of Pop, ist nicht mehr. Doch Prince, der letzte verbleibende männliche Superstar der 80-iger Jahre, ist zum Glück immer noch sehr lebendig. Nie ganz so hoch aufgestiegen (und gefallen) wie sein damaliger Rivale, aber ähnlich verehrt von seinen Fans, konnte Prince zwar seit Jahren nie mehr an seine grössten (kommerziellen) Erfolge anknüpfen. Live ist der kleine Mann aus Minneapolis aber auch weiterhin eine Wucht.

Das lässt sich in Kürze am Montreux Jazz Festival wieder erleben: Prince wird am Samstag, 18. Juli 2009 den Schlussabend mit zwei Konzerten im Auditorium Stravinski bestreiten! Und hoffentlich später auch noch das Jazz Café beehren… May u live 2 c the dawn!

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«The Boss» im Wankdorf.

01. July 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 2 Kommentare →

Bild: KEYSTONE/AP

Als Bruce Springsteen sein Konzert der «Working on a Dream»-Tour im Berner Stade de Suisse ankündigte, musste ich einfach zugreifen und ein Ticket besorgen. Schliesslich hatte ich den amerikanischen Handwerker des Rock – den ich vor allem in den 80-iger Jahren mochte – noch nie live gesehen.

Und ich wurde nicht enttäuscht: Mit einem Auftakt nach Mass (Nils Lofgren von der E-Street-Band stimmte auf der Handorgel zuerst «s’Vogellisi» an) startete Bruce selbst mit «Badlands» den knapp dreistündigen Hitreigen. Er bot eine gelungene Mischung aus neuen und alten Songs (siehe Setlist), die keine Wünsche offen liessen. Denn diese wurden während einer Wunschrunde, in der Springsteen ein paar Plakate mit Songwünschen drauf aus der Menge konfiszierte, gleich mehrfach erfüllt.

Zwischendurch hielt der Boss mit seiner unvergleichlichen Ausstrahlung eine glühende Ansprache («We don’t just wanna rock the house. We wanna build a house of love, hope and happiness»), die wohl auch manch abgebrühten Gospel-Prediger vor Neid hätte erblassen lassen. Ihm nimmt man es ab, eine solch ehrliche, intime und gleichzeitig energiegeladene, schweisstreibende Show durfte ich noch selten erleben. Danke Bruce, und jederzeit gerne wieder!

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EODM im Dachstock.

21. June 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →


Als die Eagles of Death Metal, angeführt von Jesse «Boots Electric» Hughes, spät am Freitag Abend in der Reithalle die Bühne enterten, wurde schnell klar, dass diese Jungs keine schlechten Neuigkeiten für das schnauzbärtige Berner Publikum hatten, sondern jede Menge gute Laune, sexy Posen und Peace, Love & Death Metal.

Schon beim Opener «I Only Want You» hatte Frontsau Jesse sein Publikum fest im Griff und sorgte mit einer Mischung aus Ausdruckstanz und Sonnenbrillen-Posing dafür, dass sich die T-Shirts im proppenvollen und heissen Dachstock rasch mit Schweiß vollsogen.

Den coolsten Schnauzer trug natürlich Jesse selbst, und mit diesem führte er seine Mitmusiker – leider ohne Josh Homme, dafür mit QOTSA-Schlagzeuger Joey Castillo – durch eine Setlist, die Songs vom letzten Album «Heart on» (Secret Plans, Wannabe In L.A. etc.) aber auch viele ältere Stücke (Cherry Cola, So Easy etc.) enthielt. Gut gelaunt tigerte er über die Bühne, machte seine Späße mit der Menge und posierte mit einer Collage, die er von einem Fan geschenkt bekam. Das beeindruckte – ebenso wie die tight gespielte Version von «I Want You So Hard (Boy’s Bad News)», nach der die Musiker das erste Mal die Bühne verließen.

Doch die Besucher lockten den Frontmann rasch zurück auf die Bühne. Der Rest der Band musste noch zuwarten, während Jesse eine Soloversion des Stones-Klassikers «Brown Sugar» zum Besten gab. Weil das simple, aber eben ungemein knackige Schlagzeugspiel und der Rumpel-Bass fehlten, forderte das Publikum auch die Band zurück auf die Bretter, um zum finalen «Speaking In Tongues» kollektiv Beine, Arme, Hintern und Hüften in Exstase zu wiegen.

So konnte ich erschöpft, aber glücklich nach Hause gehen mit der Gewissheit, das bekommen zu haben, was ich wollte: knapp 2 Stunden voller sinnentleertem, geilem Rock-Scheiß.

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