sansibar

Designer für Lebenskultur

Artikel der Kategorie ‘Hören’

Jimi Hendrix in Montreux?

23. April 2013 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

Jimi Hendrix in Montreux?

Oh yeah, diese Gitarre dürfte tatsächlich glühen am Montreux Jazz Festival, und zwar jeden Abend vom 13. bis 15. Juli 2013. Nach seinen viel bejubelten Gastspielen 2007 und 2009 wird Prince – und natürlich nicht Jimi Hendrix – dieses Jahr das Auditorium Stravinsky nämlich gleich 3 Mal zum Beben bringen.

(more…)

Die CDs des Jahres 2012.

20. January 2013 Von: Sandro Kategorie: Hören 1 Kommentar →

Fast, aber nur fast wäre mein 2012 ein Schweizer Jahr in der Musik geworden. Nachdem aber Stephan Eichers «L’Envolée» im Vergleich zur grandiosen Single «Le Sourire» doch etwas abfiel und mich Züri West insbesondere mit der lahmen Live-Umsetzung von «Göteborg» nicht zu überzeugen vermochten, blieb als strahlende Siegerin einzig die wunderbare Sophie Hunger übrig.

  1. Sophie Hunger: The Danger Of Light
    Meine Güte, Sophie, wo soll das noch hinführen? Ich bin (einmal mehr) überwältigt von deiner eigenwilligen Mischung aus Jazz, Folk-Pop, Indie-Rock und Chanson, deine Texte berühren mich zutiefst. Ein (Doppel-) Album zum richtig Zuhören! Dabei hast Du noch nicht mal deine besten Songs draufgepackt… Zum Glück durfte ich «Speech», das immer noch einer offiziellen Aufnahme harrt, am fantastischen Konzert vom 14.12. im Kaufleuten als letzte Zugabe geniessen. Tipp: unbedingt die Deluxe Edition mit ganzen 6 Bonus Tracks zulegen.
    Anspieltipps: Souldier, Can You See Me?, My Oh My II.
  2. Chromatics: Kill For Love
    Mastermind, Produzent und DJ Johnny Jewel führt seine Chromatics aus dem Indie-Club direkt in die Italo-Disco, wo die Kugel heller denn je strahlt. In Watte gepackt schwebt man davon… Ein Monolith von einem Album, das mit jedem Mal hören noch besser wird!
    Anspieltipps: Into The Black, Back From The Grave, These Streets Will Never Look The Same.
  3. Vintage Trouble: The Bomb Shelter Sessions
    Dem Charme dieser kalifornischen Band muss man einfach erliegen. Unvergessen der fantastische, fast 2 1/2 Stunden lange Auftritt anlässlich der Late Night Show des Blue Balls Festivals im letzten Sommer. Und auch auf CD animiert der bodenständige Rock’n'Roll mit einer grossen Portion Soul und Blues zum Mittanzen.
    Anspieltipps: Blues Hand Me Down, You Better Believe It, Nobody Told Me.
  4. D-A-D: DIC.NII.LAN.DAFT.ERD.ARK
    Spät im 2011 kamen die alten Dänen mit dieser knackigen Sammlung launiger Hymnen an der Schnittstelle zwischen Rock’n'Roll, Metal, Punk und Country daher, die sich seither hartnäckig auf meinem iPhone behauptet. Ein untrügliches Zeichen für eine CD des Jahres!
    Anspieltipps: I Want What She’s Got, Breaking Them Heart By Heart, Drag Me To The Curb.
  5. Baroness: Yellow/Green
    Ist das noch Metal? Wie damals bei Metallicas «Black Album» war der Aufschrei unter Puristen gross, als John Baizley und seine Mannen dieses epische Doppelalbum veröffentlichten: Von Abkehr vom Metal und Ausverkauf war die Rede. Dabei haben Baroness nichts anderes getan, als ihr immenses Potenzial perfekt in dieses (bisherige) Meisterwerk zu giessen.
    Anspieltipps: Take My Bones Away, March To The Sea, Eula.
  6. Graveyard: Lights Out
    Das haarige schwedische Quartett hat am Erfolgsrezept seines Zweitlings «Hisingen Blues» (zum Glück) nichts geändert und präsentiert auf dem Nachfolger erneut seine fulminante Mischung aus Hard-, Blues- und Psychedelic-Rock.
    Anspieltipps: Endless Night, Hard Times Lovin’, Goliath.
  7. Rival Sons: Head Down
    Die Rival Sons setzten ihren Siegeszug auch 2012 fort. Dank ausgiebigem Touren spielten sie sich in zahlreiche Herzen dies- und jenseits des Atlantiks. Und mit diesem neuen Album fanden sie auch verstärkt zu einem eigenen Stil – mit noch mehr Soul und einer neuen psychedelischen Note. Wer weiss, vielleicht geht meine Prophezeiung von wegen Schweizer Festivalauftritten der vier Kalifornier mit einem Jahr Verspätung doch noch in Erfüllung (Wink mit dem Zaunpfahl ans Gurtenfestival…).
    Anspieltipps: Keep On Swinging, Until The Sun Comes Up, All The Way.
  8. Parov Stelar Band: The Princess
    Der österreichische DJ und Produzent gilt als Pionier des aktuell ungemein erfolgreichen Electro-Swings. Mit diesem Doppelalbum setzte er sich die Krone des Genres auf und krönte diese Leistung mit einem rauschenden Auftritt am Gurtenfestival.
    Anspieltipps: Nobody’s Fool, The Princess, Jimmy’s Gang.
  9. Lianne La Havas: Is Your Love Big Enough?
    Die junge Sängerin aus London wurde von der BBC zu Recht auf deren «Sound of 2012»-Liste geführt. Ihr Debutalbum mit soulig-folkigen Songs hat auch mich auf Anhieb überzeugt. Eine wunderschöne Stimme, tolles Songwriting, in angenehm zurückhaltender Art vorgetragen. Hier deutet viel auf den Beginn einer aufregenden Affaire hin.
    Anspieltipps: No Room For Doubt, Lost & Found, Au Cinéma.
  10. Frank Ocean: channel ORANGE
    Keiner liess im vergangenen Jahr die Bässe schöner wummern, keiner spielte geschickter mit verschiedenen Stilen: Hip Hop, R&B, (Future-) Funk, eine Prise Trip Hop und natürlich viel Soul verschmelzen hier zum einem neuartigen Ganzen. Stimmlich gesegnet mit der Wärme von Stevie Wonder und der Zerbrechlichkeit von Marvin Gaye darf man Frank Ocean vielleicht gar als den Prince unserer Tage bezeichnen. Und gespannt sein, was da noch folgen mag.
    Anspieltipps: Super Rich Kids, Crack Rock, Lost.

Playlist mit ausgewählten Clips der Top Ten

Wer Blues und/oder Soul mag, dem seien weiter die neuen Alben von Gary Clark Jr. (Blak And Blu) und Cody ChesnuTT (Landing On A Hundred) wärmstens ans Herz gelegt.

Die grossen Comebacks im Rock – The Cult (Choice Of Weapon), Kiss (Monster), Aerosmith (Music From Another Dimension!) und Soundgarden (King Animal) – fielen zwar allesamt solide, aber (leider) auch ohne grosse Überraschungen aus. Am Ersten wussten mich noch Soundgarden zu überzeugen, für die Top Ten reichte es angesichts der grossen Konkurrenz aber keinem dieser Dinosaurier.

Und da war da noch dieser Sixto Rodriguez. Der hatte zwischen 1970 und 1972 zwei mässig erfolgreiche Alben eingespielt und war seither verschollen. Dank dem Dokufilm «Searching For Sugar Man» lassen sich heute seine wunderbaren Folksongs wiederentdecken.

Troublemaker & Co. – neue Musik.

18. July 2012 Von: Sandro Kategorie: Hören Noch keine Kommentare →

In diesen mit viel Musse gesegneten Tagen finde ich Zeit, wieder einmal ausgiebig nach neuer, spannender Musik zu forschen. Denn diese gibt es trotz dem unsäglichen Einheitsbrei, den man heutzutage in der Hitparade, am Radio generell und zum Teil leider auch an Festivals hören muss, nach wie vor. Deshalb möchte ich es nicht unterlassen, an dieser Stelle auf 3 Newcomer aufmerksam zu machen, denen ich eine grosse Zukunft vorhersage.

Da wären erstens Vintage Trouble aus Los Angeles. Der Name ist Programm: mit dynamischem Schlagzeug, atemlosen Gitarrenriffs und leidenschaftlichem R&B-Timbre des Sängers und Leaders Ty Taylor verzücken sie mit einer Mischung aus Freakbeat, Memphis Soul und British Blues Rock der 60er-Jahre. Ihre stark wachsende Fangemeinschaft nennt sich «Troublemaker», und reist ihren Lieblingen überall hinterher. Wer gerne Teil davon sein möchte, hat am 24. Juli anlässlich des Blue Balls Festival in Luzern (Late Night Show ab 23.00 Uhr im Schweizerhof!) oder am 7. August IMFLUSS zu Basel Gelegenheit dazu.

YouTube Preview Image

Zweitens ist da Twin Shadow: der leicht exaltierte, experimentelle Erneuerer und Erinnerer des hochromantischen Popsongs huldigt auf seinem Ende Juni erschienen zweiten Album «Confess» unverkennbar den 80er-Jahren, auch wenn er von denen gemäss eigener Aussage gar nicht so viel hält. Aber ich glaube ihm, wenn er sagt, dass sich seine Auftritte trotz Synthiefanfaren, dünnen Drumcomputer-Claps und den ewigen Funk-Gitarren ungeahnt energisch und raurockig präsentieren sollen.

YouTube Preview Image

Und drittens Jessie Ware. Die Engländerin veröffentlich Mitte August ihr erstes Album «Devotion» und gilt jetzt schon als die künftige Grande Dame des New UK Soul (oder die neue Sade?). Ihr Video zur ersten Single «Running» tropft auf jeden Fall nur so vor Eleganz.

YouTube Preview Image

2012 rollt.

03. May 2012 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →

Das aktuelle Konzertjahr ist mit Mastodon und Pain Of Salvation sehr rockig gestartet. Und ab diesem Samstag geht es Schlag auf Schlag weiter. Höchste Zeit also für den üblichen Ausblick auf die anstehende Konzertsaison:

Also, wer rollt wo mit?

Die CDs des Jahres 2011.

26. December 2011 Von: Sandro Kategorie: Hören 3 Kommentare →

Hier sind sie wieder – pünktlich zum Jahresende – meine 10 Lieblingsalben des Jahres 2011.

(more…)

Rival Sons rocken das Plaza.

29. June 2011 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

Die Rival Sons rocken am 28. Juni 2011 das Zürcher Plaza.

Seit mehr als einem Jahr schon geistern die Rival Sons durch die einschlägigen Blogs und Magazine: «Next big thing» in Sachen Classic-, Hard- und Blues-Rock wurde gemunkelt. «Rock band to watch» titelte die renommierte Huffington Post. Tatsächlich?

(more…)

2011 groovt.

19. February 2011 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen Noch keine Kommentare →

© by Sonnenrot Festival/Super Shit

Heute wird die Konzertsaison 2011 eröffnet: ich habe gestern auf Facebook völlig überraschend 2 Tickets für das seit Monaten ausverkaufte Konzert von HURTS im Bierhübeli gewonnen (an dieser Stelle ein grosses MERCI an das Bierhübeli-Team und an die Tippgeberin: you know who you are!) und nehme das höchst willkommene Geschenk natürlich gerne an.

Damit wird es höchste Zeit für einen Ausblick auf die kommenden Musikereignisse des Jahres:

(more…)