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Artikel der Kategorie ‘Essen’

Hard to find, hard to leave.

30. October 2011 Von: Sandro Kategorie: Essen, Reisen, Wohlfühlen Noch keine Kommentare →

Das begrünte Outdoor-Badezimmer mit Jacuzzi.

Easy to find… dank dem freundlichen Fahrer, der uns am Flughafen in Denpasar abholte und nordwärts über ganz Bali zu dem in den Hügeln über dem Lovina Beach gelegene Damai führte. Genau das Richtige, um unsere Rundreise zu starten.

Das terrassenartig angelegte Resort bietet 14 grosszügige Villas (auf Wunsch mit privatem Pondok und Pool), stilvoll eingerichet und mit balinesischen Antiquitäten dekoriert. Die Freiluft-Dusche im begrünten Outdoor-Badezimmer unserer Deluxe Villa wurde lediglich durch das eigene Jacuzzi getoppt.

Wir machten es uns nach 25 Stunden Anreise mit einem Bintang Beer am herrlichen Pool gemütlich. Und nach einem fantastischen Abendessen im mehrfach ausgezeichneten Gourmet-Restaurant mit innovativer Fusion-Küche, die höchsten Ansprüchen genügt, legten wir erstmal einen traumlosen 12-stündigen Schlaf hin. Die balinesische Massage im dazugehörenden Spa machte das Ankommen auf der Götterinsel am nächsten Tag perfekt.

Lovina Beach selbst ist übrigens kein Ort, unter dieser Bezeichnung fasst man ein halbes Dutzend Dörfer mit Hotels, Restaurants und Tauchschulen zusammen. Einst war Lovina ein Refugium für Traveller und andere Langzeitgäste, die in einfachen Bambushütten für wenige Rupien eine Unterkunft fanden. Sein Name soll aus der Zeit stammen, als hier Hippies am grauen Lavastrand die feurigen Sonnenuntergänge und lauen Tropennächte genossen: Love-in-all war die Bezeichnung für das Shangrila der Blumenkinder. Im Laufe der Zeit schliff es sich zu Lovina ab.

Wahrlich… hard to leave!

Steinfiguren im weitläufigen Garten des Damai.

Der Berg ruft.

12. March 2011 Von: Sandro Kategorie: Essen, Reisen, Trinken 1 Kommentar →

Letztes Wochenende durften sansibar mit guten Freunden zum wiederholten Male vier unvergessliche Tage am Fusse des Matterhorns verbringen. Bei wolkenlosem Himmel und angenehmen, frühlingshaften Temperaturen liess sich wunderbar und ausgiebig über die Pisten carven.

Und das Schönste an Zermatt ist ja bekanntlich, dass sich das Pistenflitzen herrvorragend mit kulinarischem Genuss verbinden lässt. Es gibt wohl keinen anderen Ort der Welt, wo sich derart viele herausragende Restaurants – sei es auf der Piste oder im Dorf – auf derart kleinem Raum versammeln. So liessen wir es uns denn tagsüber Chez Vrony, im Findlerhof und Zum See sowie abends Chez Max Julen, im Le Gitan und im Du Pont gut gehen, schlugen uns die Bäuche voll und verköstigten erlesene Walliser Tropfen.

Ah ja, logiert haben wir dieses Mal bei den Geschwistern Lehner im Hotel Artemis. Etwas altertümlich, aber mit grosszügigen Zimmern, Matterhornblick und für Zermatter Verhältnisse relativ moderaten Preisen.

Die Verschmelzung kulinarischer Welten.

27. February 2011 Von: Sibylle Kategorie: Essen 1 Kommentar →

Spargelcrème-Süppchen mit Tempuranudel. Thunfisch-Tartar. Spinat-Poulet-Ravioli auf Salat mit Sesamdressing. Sushi-Variation. Rindsentrecôte Teppan Style begleitet von Kartoffelstock an Teriyakischaum. Grüntee-Eis und gebrannte Crème.

Spätestens jetzt sollte dem Leser das Wasser im Munde zusammen laufen. Und so erging es uns gestern beim Lesen der Speisekarte im Restaurant Tanaka in Kehrsatz. Und was beim Essen dieser Köstlichkeiten sowohl im Anblick, in der Nase, im Gaumen als auch im Wohlgefühl geschieht, ist nur mit Superlativen zu beschreiben. Die euro-japanischen Köstlichkeiten sind ein Vergnügen der besonderen Art. Dazu passen die Atmosphäre und die freundliche Bedienung. Die Empfehlung schlechthin für jeden Gourmet. Mit herzlichem Dank an unsere Gönner!

O mangi, o bevi, o vedi.

03. October 2010 Von: Sandro Kategorie: Essen, Reisen, Trinken 2 Kommentare →

Die Aussicht aus dem Zimmer «Cinquefile» der Tenuta dei Fiori in Calosso.

Eine alte Volksweisheit besagt, dass ein Reiseziel dann interessant ist, wenn sich der Gaumen freut, es einen guten Schluck zu trinken oder etwas Schönes zu sehen gibt. Im Piemont haben sansibar (einmal mehr) alle drei Ingredienzen gefunden.

Unbeschreiblich, wenn man in der herbstlichen Abendsonne durch die raue Langhe oder das liebliche Monferrato hügelauf und hügelab fährt. Rechts und links unzählige Weinstöcke. Aus den Tälern steigt langsam der Nebel. In der Ferne die Umrisse eines kleinen Dorfes, überragt von einer Kirche, den Zinnen eines Kastells. Dann lässt man sich von einem Lokal anlocken. Bestellt eine Portion goldgelbe Pasta mit einem Hauch Trüffel, dazu ein Glas rubinroten Barbera. Bienvenuti!

Unterkunft haben wir auf der Tenuta dei Fiori in Calosso bezogen. Hier bieten Valter und Yvette Bosticardo schöne grosszügige Zimmer mitten im Weinberg an und produzieren köstlichen Wein: den als Spätlese geernteten Chardonnay (Il Vento), den traditionellen Barbera d’Asti (Tulipanero), die Assemblage von Barbera und Cabernet Sauvignon (Cinquefile) und den Barbera Superiore (Rusticardi) können wir wärmstens empfehlen.

Inzwischen durften wir dort auch eine Patenschaft für einen Rebstock der raren Traubensorte «Gamba di pernice» übernehmen, die uns das jährliche Anrecht auf eine Flasche dieser einzig in Calosso heimischen Sorte sichert. Diese wurde auf der Tenuta dei Fiori quasi vor dem Aussterben gerettet und dürfte in Kürze als kleinstes Gebiet der Welt eine DOC-Bezeichnung erhalten.

Auf Empfehlung der Bosticardos hielten wir uns dieses Mal auch kulinarisch an die Gegend rund um Calosso. Das Nero di stelle in Moasca (wunderschöne, modern eingerichtete Osteria in den Ruinen des Schlosses) und das Momenti di vino in der Altstadt von Santo Stefano Belbo werden von  jungen Gastronomen geführt, welche die traditionelle piemontesische Küche neu interpretieren, der Nonna in Kürze wohl ernsthaft Konkurrenz machen werden und nebenbei schöne Weine abseits der bekannten und oftmals überteuerten Angebote kredenzen.

Zu den eher rustikalen Betrieben gehören das Crota ’d Calos in Calosso (das Essen ist immer noch ein Gedicht – das Intérieur, die Bedienung und die speckige Speisekarte scheinen seit dem ersten Besuch vor 8 Jahren aber leicht «renovationsbedürftig») und das im Western-Stil gehaltene C’era una volta… in Canelli. Hier darf auch weiterhin von den bekannten und beliebten Speisen wie Gnocchi, Tagliatelle, Risotto und Brasato geschlemmt und geschwärmt werden.

Ci vediamo!

Im Sonnenlicht über die Gemmi.

06. July 2010 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Wandern, Wohlfühlen 2 Kommentare →

Einmal mehr begleitete uns herrliches Sommerwetter auf unserer jährlichen Vater-Tochter-Tour in die Berge. Diesmal begeisterte uns der alte Gemmiweg von Kandersteg nach Leukerbad. Nach einer gemütlichen Zugfahrt nach Kandersteg, legten wir die ersten Höhemeter mit der Bergbahn von Kandersteg nach Sunnbüel zurück. Der Gemmiweg führt leicht hinauf auf die weite Spittelmatte zum Hotel Schwarenbach durch ein Hochtälchen etwas steiler über den Seestutz zum Daubensee und anschliessend zur Gemmialp.

Die Alpenflora fasziniert ebenso, wie der herrliche Weitblick in die Walliser Alpen. Von der Gemmipasshöhe liessen wir uns ins Tal nach Leukerbad gondeln, um uns anschliessend im Restaurant Gemmi bei Rösti und Stroganoff kulinarisch verwöhnen und schliesslich im erholsamen Burgerbad den Körper besprudeln und die Seele baumeln zu lassen.

Eine Tagestour mit viel Abwechslung, eindrücklichen Landschaften und wunderbarem Weitblick an frischer Alpenluft. Absolut empfehlenswert.

Essen im Oliv.

16. May 2010 Von: Sandro Kategorie: Essen, Trinken Noch keine Kommentare →

Nachdem sansibar aus kulturellen Gründen Basel besuchten (siehe «Basquiat in der Fondation Beyeler.»), wollten wir die Stadt auch von seiner kulinarischen Seite besser kennenlernen. Dank Gault Millau und kurzer Internet-Recherche stiessen wir rasch auf das Restaurant Oliv im Eckhaus am Viadukt. Es sollte sich als Volltreffer erweisen.

Wo vor einigen Jahren der Gourmet-Tempel «Le Bourguignon» stand, haben die Inhaber Gregory und Suzanne Holzmann das «Oliv» im August 2005 eröffnet. Modern und gemütlich, ein unkompliziertes und angenehmes Ambiente, wo die mediterrane Küche Trumpf ist.

So schmeckten uns denn Thunfisch-Tartar, hausgemachte Bärlauch-Ricotta-Gnocchi mit Artischockenschaum und der Brasato mit Kartoffelstock ausnehmend gut. Auch die empfohlenen Weine – ein weisser Tessiner Merlot von Guido Brivio (La Contrada, 2008) sowie der Vino Nobile di Montepulciano Riserva (La Casella, 2004) – mundeten uns vorzüglich.

Fazit: Kein Gourmet-Restaurant, was die Preise betrifft. Wohl aber eins, was die Kochkünste, den Service und das Angebot an frischen Gerichten und ausgewählten Weinen angeht.

Im Klang der Quelle Vals.

29. March 2010 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Reisen, Wohlfühlen Noch keine Kommentare →

Einem schmalen Höhleneingang ähnlich, führt der Weg in die massive Thermalquellanlage Vals. Stein auf Stein, heisst uns eine karge Badelandschaft mit Quellen aller Temperaturlagen willkommen. Was erst kühl wirkt, wird bei näherem Betrachten vielfältiger, fast farbenfroh. Im strukturierten Valser Quarzit, den Peter Zumthor zum Bau dieser wundervollen Anlage verarbeitete, erkennen wir den Verlauf des Wassers.

An diesem Ort kommen wir zur Ruhe. Die Gänge durch das Quellwasser im Schein des Nachthimmels sind unvergesslich meditativ und aus der Ferne begleiten uns die Klänge des Gesteins wie Musik. Ein Erlebnis der besonderen Art. Ebenso empfehlenswert, wie das gesamte Angebot in dieser ruhigen Berglandschaft, fernab von Hektik und Lärm.

Vals ist eine Reise wert, wie auch die farbenfrohen Zimmer und das köstliche 6-Gang-Menu im Roten Saal. Vollkommene Erholung.

Schlaraffeninsel.

27. July 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Feiern, Reisen, Trinken, Wohlfühlen 1 Kommentar →

Schlaraffeninsel

Ein Sommerwochenende aus dem Bilderbuch. Zwei Tage auf der St. Petersinsel bei unseren Freunden Vérène und Bänz in ihrem schnuckeligen Häuschen sind Seele und Magen wohl bekommen. Am Samstag verbrachten Bänz und ich einige Stunden in der perfekt bestückten Küche am Bielersee, um unsere Liebsten mit einer 8-Gang-Schlemmertour zu verwöhnen und ihnen köstlichen Wein zu kredenzen. Und diese beinhaltete:

  • Kräuter-/Knoblauchbrot, marinierte Zucchetti und Champignons vom Grill begleitet von Veuve Cliquot.
  • Thunfischtartar mit Zitronenschaum, dazu Bianca von Bruno Martin aus Ligerz.
  • Gaspacio andaluz mit auf Holzkohle gegrillter King Prawn und noch mehr Bianca.
  • gebratene Eglifilets mit Sauce Tartar Primo und Sommersalat an leichter Vinaigrette. Kühle Begleitung: Chardonnay von Bruno Martin aus Ligerz.
  • Pestorisotto mit Campo ai Sassi, Rosso di Montalcino, Marchesi de Frescobaldi.
  • Marinierte Rindshuftsteaks vom Grill mit Folienkartoffel und Gemüsepfanne und einem Glas sensationellem VignaRé, Bolgheri Superiore 2004, Tenuta Guicciardini Strozzi aus der Enoteca Tognoni in Bolgheri.
  • Regionale Käsevariationen warm und kalt aus der Molkerei in Erlach, begleitet von einem voluminösen Clos Plince Pomerol 2006.
  • Hausgemachtes Himbeer- und Brombeer-Sorbet mit frischen Heidelbeeren.

Ein gelungener Event. Die Gault-Millau-Punkte werden demnächst vergeben, die Rezepte unter der Hand gehandelt.

Schlaraffeninsel