Bonaparte im Dachstock.
Am Mittwoch, 25. März spielt die Berliner Zirkusband Bonaparte im Dachstock der Reitschule. Schweiss wird von den Wänden tropfen, Menschen mit Dreispitz-Papierhüten «Anti Anti!» rufen, Mädchen sich beim Stagediving blaue Flecken zuziehen, Tänzerinnen den burlesquen Beinaufschlag üben, eine maskierte, halbnackte Band mit teuflischer Dringlichkeit spielen, alles unter Strom stehen, die Revolution ausbrechen. Kurz: «Do you want to party with the Bonaparte?»
Ende 2006 in Barcelona als Idee geboren und in Berlin grossgezogen, entwickelte sich die Hedonistentruppe um den Schweizer Vagabunden Tobias Jundt (alias Signorino TJ) zu einem der angesagtesten Geheimtipps des Berliner Underground, spielte von Neuseeland bis zum altehrwürdigen Montreux Jazz Festival, von der illegalen Party unterm Alexanderplatz bis zur Afterhour am Technorave oder auch mal für Quentin Tarantino persönlich. Bonaparte erobert und bricht nach alter Manier Herzen und Hüften – dank energetischem Elektropunk mit einer ordentlichen Prise Verrücktheit.
