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2009 July | sansibar

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Artikel der Kategorie July, 2009

Schlaraffeninsel.

27. July 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Feiern, Reisen, Trinken, Wohlfühlen 1 Kommentar →

Schlaraffeninsel

Ein Sommerwochenende aus dem Bilderbuch. Zwei Tage auf der St. Petersinsel bei unseren Freunden Vérène und Bänz in ihrem schnuckeligen Häuschen sind Seele und Magen wohl bekommen. Am Samstag verbrachten Bänz und ich einige Stunden in der perfekt bestückten Küche am Bielersee, um unsere Liebsten mit einer 8-Gang-Schlemmertour zu verwöhnen und ihnen köstlichen Wein zu kredenzen. Und diese beinhaltete:

  • Kräuter-/Knoblauchbrot, marinierte Zucchetti und Champignons vom Grill begleitet von Veuve Cliquot.
  • Thunfischtartar mit Zitronenschaum, dazu Bianca von Bruno Martin aus Ligerz.
  • Gaspacio andaluz mit auf Holzkohle gegrillter King Prawn und noch mehr Bianca.
  • gebratene Eglifilets mit Sauce Tartar Primo und Sommersalat an leichter Vinaigrette. Kühle Begleitung: Chardonnay von Bruno Martin aus Ligerz.
  • Pestorisotto mit Campo ai Sassi, Rosso di Montalcino, Marchesi de Frescobaldi.
  • Marinierte Rindshuftsteaks vom Grill mit Folienkartoffel und Gemüsepfanne und einem Glas sensationellem VignaRé, Bolgheri Superiore 2004, Tenuta Guicciardini Strozzi aus der Enoteca Tognoni in Bolgheri.
  • Regionale Käsevariationen warm und kalt aus der Molkerei in Erlach, begleitet von einem voluminösen Clos Plince Pomerol 2006.
  • Hausgemachtes Himbeer- und Brombeer-Sorbet mit frischen Heidelbeeren.

Ein gelungener Event. Die Gault-Millau-Punkte werden demnächst vergeben, die Rezepte unter der Hand gehandelt.

Schlaraffeninsel

«Shantaram».

08. July 2009 Von: Sandro Kategorie: Lesen 1 Kommentar →

shantaram

Seit ich diese unglaubliche Autobiografie von Gregory David Roberts gelesen habe, will ich unbedingt nach Indien reisen. Das Buch spielt in der 17,4-Millionen-Metropole Mumbai (ehemals Bombay), wo die Hauptfigur Lindsay in einem ähnlichen Slum lebt, wie man ihn kürzlich im oskargekrönten Film «Slumdog Millionaire» von Danny Boyle gesehen hat.

«Shantaram» mit seinen knapp 1100 Seiten ist genau der Typ Buch, das einen die Seiten fressen lässt, um möglichst rasch das Ende der Geschichte zu erfahren. Gleichzeitig fürchtet man sich davor, zu Ende zu lesen, weil man anschliessend die liebgewonnenen Figuren nicht länger begleiten kann. Figuren, die trotz oder gerade wegen ihren z.T. schweren oder kriminellen Schicksalen das Herz am rechten Fleck tragen und schöne Werte vermitteln, die nicht nur in Indien Gültigkeit haben (sollten).

«Shantaram» ist seit September 2008 in deutscher Sprache erhältlich (ISBN-10: 3-442-31153-5). Als Ferienlektüre wärmstens zu empfehlen!

Prince am Montreux Jazz Festival.

04. July 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →

prince-am-montreux-jazz-festival

The king is dead, but the prince is coming to Montreux! Michael Jackson, The King of Pop, ist nicht mehr. Doch Prince, der letzte verbleibende männliche Superstar der 80-iger Jahre, ist zum Glück immer noch sehr lebendig. Nie ganz so hoch aufgestiegen (und gefallen) wie sein damaliger Rivale, aber ähnlich verehrt von seinen Fans, konnte Prince zwar seit Jahren nie mehr an seine grössten (kommerziellen) Erfolge anknüpfen. Live ist der kleine Mann aus Minneapolis aber auch weiterhin eine Wucht.

Das lässt sich in Kürze am Montreux Jazz Festival wieder erleben: Prince wird am Samstag, 18. Juli 2009 den Schlussabend mit zwei Konzerten im Auditorium Stravinski bestreiten! Und hoffentlich später auch noch das Jazz Café beehren… May u live 2 c the dawn!

«The Boss» im Wankdorf.

01. July 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 2 Kommentare →

Bild: KEYSTONE/AP

Als Bruce Springsteen sein Konzert der «Working on a Dream»-Tour im Berner Stade de Suisse ankündigte, musste ich einfach zugreifen und ein Ticket besorgen. Schliesslich hatte ich den amerikanischen Handwerker des Rock – den ich vor allem in den 80-iger Jahren mochte – noch nie live gesehen.

Und ich wurde nicht enttäuscht: Mit einem Auftakt nach Mass (Nils Lofgren von der E-Street-Band stimmte auf der Handorgel zuerst «s’Vogellisi» an) startete Bruce selbst mit «Badlands» den knapp dreistündigen Hitreigen. Er bot eine gelungene Mischung aus neuen und alten Songs (siehe Setlist), die keine Wünsche offen liessen. Denn diese wurden während einer Wunschrunde, in der Springsteen ein paar Plakate mit Songwünschen drauf aus der Menge konfiszierte, gleich mehrfach erfüllt.

Zwischendurch hielt der Boss mit seiner unvergleichlichen Ausstrahlung eine glühende Ansprache («We don’t just wanna rock the house. We wanna build a house of love, hope and happiness»), die wohl auch manch abgebrühten Gospel-Prediger vor Neid hätte erblassen lassen. Ihm nimmt man es ab, eine solch ehrliche, intime und gleichzeitig energiegeladene, schweisstreibende Show durfte ich noch selten erleben. Danke Bruce, und jederzeit gerne wieder!