Das unscheinbare Entrée des Mahamaya Indian Restaurant an der Länggassstrasse 43 lässt an der Take-Away-Theke noch nicht erahnen, welch wunderbares kulinarisches Reich sich in den hinteren Räumen verbirgt. Der Duft aber lässt erkennen, dass es sich hier um eine wahre indische Oase handeln muss. Kombiniert mit gedämpftem Licht, massiven Holzmöbeln und fröhlich farbigen Kissen tauche ich sogleich ab in bunte Erinnerungen an ein fernes geliebtes Land. Inspiriert vom fröhlichen Lächeln des Besitzers breitet sich auch auf unseren von der Hektik eines langen Arbeitstages gezeichneten Gesichtern Heiterkeit aus.
Die Speisekarte – ein kleiner Ordner in goldbesticktes Tuch gehüllt – lässt uns erst verstummen und bald schon in einen zungenbrecherischen Dialog einlenken. Was darf es heute sein: Byriani, masala, pakora, murgh, tandoori? Alles klingt nach Versuchung. Sansibar entscheiden sich für Prawns mit drei Saucen zur Vorspeise, danach für Tandoori Tikka Chicken und Masala dosa (eine indische Crêpe gefüllt mit Kartoffeln und Gemüse). Liebevoll zubereitet, herzlich serviert und feurig gewürzt. Eine wahre Gaumenfreude!
Und wie halten es die Inder mit dem Wein? Sie lassen ihn sein. Oder bedienen sich, wie wir gestern Abend, einem Sarda-Malet aus dem Languedoc-Roussillon (Assemblage aus Syrah, Mourvèdre und Grenache). Eine edle Begleitung der würzigen Speisen.
Unsere Empfehlung sei dieser indischen Oase gewiss. Das Mahamaya bietet zudem indische Sounderlebnisse und unzählige Tipps für die wahre Reise nach Indien. Namaste.