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2009 January | sansibar

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Artikel der Kategorie January, 2009

iSee – Die Revolution des Diaabends.

29. January 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen 1 Kommentar →

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Der charismatische Berner Erzähler Reeto von Gunten hat schon Lesungen in die Clubs gebracht. Gestern revolutionierte er im Bierhübeli den angestaubten Diaabend: ein unvergesslicher und höchst amüsanter Abend mit Bildern und Geschichten, wie man ihn sich zeitgemässer nicht vorstellen könnte.

Reeto von Gunten hielt nicht einfach eine Lesung, er erzählte, schwelgte, schwärmte und unterhielt auf höchstem Niveau. Ausserdem brachte er zum ersten Mal seine fantastischen Bilder mit, u.a. die Serie «Removable» (siehe http://www.flickr.com/photos/removable).

Namaste masala dosa.

29. January 2009 Von: Sibylle Kategorie: Essen, Reisen, Trinken 1 Kommentar →

Das unscheinbare Entrée des Mahamaya Indian Restaurant an der Länggassstrasse 43 lässt an der Take-Away-Theke noch nicht erahnen, welch wunderbares kulinarisches Reich sich in den hinteren Räumen verbirgt. Der Duft aber lässt erkennen, dass es sich hier um eine wahre indische Oase handeln muss. Kombiniert mit gedämpftem Licht, massiven Holzmöbeln und fröhlich farbigen Kissen tauche ich sogleich ab in bunte Erinnerungen an ein fernes geliebtes Land. Inspiriert vom fröhlichen Lächeln des Besitzers breitet sich auch auf unseren von der Hektik eines langen Arbeitstages gezeichneten Gesichtern Heiterkeit aus.

Die Speisekarte – ein kleiner Ordner in goldbesticktes Tuch gehüllt – lässt uns erst verstummen und bald schon in einen zungenbrecherischen Dialog einlenken. Was darf es heute sein: Byriani, masala, pakora, murgh, tandoori? Alles klingt nach Versuchung. Sansibar entscheiden sich für Prawns mit drei Saucen zur Vorspeise, danach für Tandoori Tikka Chicken und Masala dosa (eine indische Crêpe gefüllt mit Kartoffeln und Gemüse). Liebevoll zubereitet, herzlich serviert und feurig gewürzt. Eine wahre Gaumenfreude!

Und wie halten es die Inder mit dem Wein? Sie lassen ihn sein. Oder bedienen sich, wie wir gestern Abend, einem Sarda-Malet aus dem Languedoc-Roussillon (Assemblage aus Syrah, Mourvèdre und Grenache). Eine edle Begleitung der würzigen Speisen.

Unsere Empfehlung sei dieser indischen Oase gewiss. Das Mahamaya bietet zudem indische Sounderlebnisse und unzählige Tipps für die wahre Reise nach Indien. Namaste.

Nichts zu befürchten im 2009.

25. January 2009 Von: Sibylle Kategorie: Wohlfühlen Noch keine Kommentare →

2009 wird ein arbeitsintensives Jahr. Jedenfalls für uns. Soviel ist bereits bekannt. Doch wie sieht es mit den Energien für dieses Jahr aus? In der Quelle zu Bern channelte das Medium Joachim Hausmann am Freitag, 23. Januar die Jahresenergien 2009. Er erhält seine Informationen von Sananda. Der Raum war voller Energie und das Channeling dauerte über 90 Minuten. Mut machende Worte, Zuversicht spendende Energie, göttlicher Segen. Das alles durften die knapp 100 Teilnehmenden in Empfang nehmen.

Alles oder Nichts ist die Devise dieses Jahres. Riskiert Kopf und Kragen, ihr habt nichts zu befürchten, so die Aussagen. Einfacher gesagt als getan. Die Antworten, die Sananda den einzelnen Teilnehmenden auf ihre Fragen gab, ermutigten zwar, einen Schritt voran zu gehen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und Energie in die Zukunft zu investieren. Doch ist genau dies mit sehr viel Arbeit verbunden. Und davon wird es auch im 2009 nicht wenig geben. Es ist ein Jahr der Erkenntnis. Erkenntnis darüber, wer wir sind, was wir wollen und uns gut tut. Aber auch darüber, was uns nicht gut tut und wovon wir uns besser befreien. Jeder allein wird sich damit beschäftigen müssen, seine Zellen von Illusionen und Angst zu befreien. Es ist unsere Aufgabe, unser Selbst zu entfalten. Die Schmelzung der Polkappen hat begonnen und so will auch in uns die Zweipoligkeit eins werden – aus Zweisamkeit wird Einigkeit.

Das Channeling war voller Elan und nicht ohne himmlischen Humor. Joachim Hausmann ist Medium. Seine Bücher «Sananda spricht» und «Einheit spricht» werden überall im deutschsprachigen Raum gelesen.

Filme für Hartgesottene.

24. January 2009 Von: Sandro Kategorie: Sehen 3 Kommentare →

Das Horror- und Psycho-Genre erlebt im Kino seit geraumer Zeit eine wahre Renaissance. Spätestens mit «Saw» (2004) und «Hostel» (2005) entstanden neue Klassiker, die das Genre revolutionierten. Ich habe mir in den vergangenen Wochen einige DVDs angeschaut, die einem so richtig das Gruseln beibringen und wohlige Schauer des Entsetzens über den Rücken jagen. Hier eine persönliche Rangliste:

Haute tension (2003)
Ein einsames Haus, eine vereinte Familie, zwei unzertrennliche Freundinnen. Ein brutaler Fremder, der vor nichts zurückschreckt. Und die Nacht.

Unglaublich spannender französischer Thriller, mit einer beklemmenden Atmosphäre und einigen ziemlich krassen Szenen. Vor allem bietet er eine extrem verblüffende Schlusspointe (à la «Fight club», «The sixth sense» oder eben «Saw») , die einem dazu zwingt, den Film nochmals durchzudenken oder gleich nochmals anzuschauen.

El Orfanato (2008)
In dem titelgebenden spanischen Waisenhaus geschahen zu Zeiten Francos allerlei schreckliche Dinge. Nun will die tatkräftige Laura das Heim, den Ort ihrer Jugend, wiedereröffnen, um so unter anderem Spielkameraden für ihren sensiblen Sohn zu finden. Dieser findet auch schnell Anschluss. Allerdings bleibt zunächst fraglich, ob es sich dabei um reale Kinder oder eher um übernatürliche Wesen handelt.

Fängt an wie ein Thriller, kommt mit einer Prise Horror und endet in einem schönen Märchen.

Frontière(s) (2007)
Nach einem missglückten Banküberfall in Paris flieht die schwangere Yasmina und ihre Gang von Kleinkriminellen vor der Polizei. Sie landen in einem schäbigen Gasthaus im Niemandsland nahe der belgischen Grenze. Doch anstelle von Rettung erwartet sie in der Absteige die Hölle auf Erden!

Noch ein französischer Film, präsentiert von Luc Besson: gilt als Genre-Hit allererster Klasse – schnell, wild, mitreissend, brutal… Für Splatter-Fans: Unbedingt den um 7 Minuten längeren «Unrated Director’s Cut» reinziehen!

Saw IV (2008)
Was 2004 als kleiner Independent-Film auf dem Sundance Film Festival begann, entwickelte sich in nur wenigen Jahren zu einer der erfolgreichsten Horror-Reihen aller Zeiten. Inzwischen hat der Puzzlemörder mit der fragwürdigen Moral Kultstatus erreicht. Hier geht die Geschichte von Jigsaw weiter, zum Glück wieder spannender als in den Teilen 2 und 3, ans Original kommt aber auch der 4. Teil nicht ran. Teil 5 läuft jetzt im Kino.

Shutter – Sie sehen dich (2008)
Remake eines thailändischen Horrorfilms um ein junges Paar und Geisterfotos. Ganz ansprechend in Szene gesetzt, recht spannend, aber schlussendlich doch etwas uninspiriert. Das Original soll um Längen besser sein, ich habs mir erspart…

 

Die CDs des Jahres 2008.

14. January 2009 Von: Sandro Kategorie: Hören 4 Kommentare →

Es ist soweit – Zeit für den grossen Jahresrückblick. Meine 10 Platten des Jahres:

  1. Airbourne: Runnin’ wild.
    Soviel Spass hat 2008 keine andere CD gemacht. Der Hardrock der australischen Jungspunde ist weder innovativ noch originell (muss er auch nicht: it’s only Röck’n'Röll…), erinnert in vielem an AC/DC und rockt kompromisslos ab. Und live in concert erst Recht eine Wucht (siehe «Genuine fist-pumping, sweat soaked Rock & Roll!»).
  2. Kings Of Leon: Only by the night.
    «Closer» ist der wohl coolste Opener einer CD seit Ewigkeiten: dieser fiebrige Synthie, diese hypnotische Gitarre, und dann diese Stimme… Mit «Sex on fire» und «Use somebody» folgen zwei weitere Songs, die wohl beide in die ewige Greatest-Hits-Setlist der Followil-Familienbande einfliessen werden.
  3. MGMT: Oracular spectacular.
    Welcher Hit aus dem Hit-Dreigestirn «Time to pretend», «Kids» und «Electric feel» ist der Beste? Nicht so wichtig, Hauptsache die psychedelische Musik ist zurück! Und mit ihr die Hippies.
  4. Hercules And Love Affair: dito.
    Trotz dem Neo-Disco-Geniestreich «Blind» (gesungen von Antony Hegarty) bleibt diese CD ein Verführer: selbst die sexyste Basslinie schleicht sich in Seitenschritten heran und schwüle Vocal-House-Anspielungen treiben ein subtiles Spiel mit der Euphorie.
  5. Santogold: dito.
    Pop-Rock-Electro-Punk-New Wave mit Reggae-, Dub und Dancehall-Rhythmen. Oder was?
  6. Hot Chip: Made in the dark.
    So muss Pop im Jahr 2008 klingen: der Floorfiller «Ready for the floor» ist nur der Anfang einer ganzen Reihe von Ohrwührmern.
  7. Züri West: Haubi songs.
    Nach den eher durchzogenen letzten zwei Platten folgt hier die Rückkehr zu alten Stärken: Schöne Melodien, starke Texte und gelungene Cover-Versionen: «Johnny & Mary» von Robert Palmer und «Just dropped in (to see what condition my condition was in)» von Kenny Rogers. Geili Sieche!
  8. Sébastien Tellier: Sexuality.
    Wunderschöne chillige Mischung aus Electropop und Chansons mit Singer-/Songwriter-Qualitäten. Der Pariser durfte mit «Divine» für Frankreich an den Eurovision Song Contest.
  9. Esperanza Spalding: Esperanza.
    Die 24-jährige Sängerin und Kontrabassistin aus Portland, Oregon gilt als neuer Stern am Jazz-Himmel. Neben Old-School-Swing sind auch Bossa Nova und Tango auf ihrem selbstkomponierten, arrangierten und produzierten Debütalbum zu hören. Am 30. Januar 2009 live in der Tonhalle Zürich zu bewundern.
  10. Eagles Of Death Metal: Heart on.
    Jesse «Boots Electric» Hughes und Josh Homme (QOTSA) rumpelrocken sich durch ihr drittes Album: mal krachend, mal groovend, mal hypnotisierend, aber immer schön sexy. Geiler Rockscheiss! Und nebenbei mit dem Booklet des Jahres gekrönt…

Sansibar haben ein neues Zuhause.

11. January 2009 Von: Sandro Kategorie: Wohnen 10 Kommentare →

brunnenhofstr-14a

Nachdem unsere aktuelle Wohnung am Lagerweg in Ostermundigen seit gut einem halben Jahr zum Verkauf ausgeschrieben war, fanden die Eigentümer kurz vor Weihnachten endlich einen Käufer. Damit konnten sich sansibar nach dieser langen Zeit der Ungewissheit konkret auf die Suche nach einer neuen Bleibe machen: und siehe da, letzten Donnerstag wurden wir fündig.

Sansibar ziehen nach Bolligen, und zwar an die Brunnenhofstrasse 14a. Das Einfamilienhaus stammt aus den 50-er Jahren und wurden vom Berner Architekten Eduard Helfer gebaut, der u.a. für die Pioniersiedlung Tscharnergut verantwortlich zeichnete (siehe Bund-Artikel vom 9. Januar). Voraussichtlich im April können wir das mittlere dieses dreiteiligen Reihenhauses an sonniger Lage zur Miete beziehen.

Vorher gibt es noch einiges zu tun: gemeinsam mit dem Eigentümer muss das Haus geräumt, neu gestrichen und zum Teil saniert werden. Wir freuen uns auf dieses neue Projekt und die Mitgestaltung unseres neuen Zuhauses.

Das Glück der Unerreichbarkeit.

06. January 2009 Von: Sandro Kategorie: Lesen, Wohlfühlen Noch keine Kommentare →

Handy, E-Mail und Internet sind digitale Zeitdiebe und Hausbesetzer, die unser Leben ungefragt erobern. Wir lieben und brauchen sie, aber wir können nicht ständig auf Stand-by sein. Das frisst Energie und ist auch fürs Klima schädlich – vor allem für das zwischenmenschliche.

Miriam Meckel, geboren 1967, Professorin für Corporate Communications und geschäftsführende Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, macht in ihrem Buch aus dem Jahre 2007 eine Bestandesaufnahme: Zerstören die neuen Kommunikationstechnologien unsere Identität und unsere Beziehungen? Werden wir durch sie schneller, produktiver und effizienter? Oder simsen und mailen wir uns orientierungs- und besinnungslos?

Eine kluge Frau zieht ein kluges Fazit und zeigt Wege aus der Kommunikationsfalle auf: Wir brauchen Kommunikationspausen. Wer sich verständigen und verstanden werden will, muss nachdenken können und sich erklären dürfen. Für jemanden oder etwas wirklich da zu sein bedeutet, auch mal abzuschalten. Das Glück liegt also in der klugen Unerreichbarkeit.

Mein virtuelles mobiles Ich fühlte sich von diesem Sachbuch im amerikanischen Stil sehr angesprochen – witzig, intelligent und elegant geschrieben, locker plaudernd, mit tausend Beispielen aus dem eigenen Leben der Autorin. Seither bleibt mein Handy des Öfteren mal ausgeschaltet.

«Das Glück der Unerreichbarkeit» ist ab Januar 2009 auch als Taschenbuch erhätlich (ISBN-10: 3-442-15533-9).