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Designer für Lebenskultur

Die CDs des Jahres 2013.

05. January 2014 Von: Sandro Kategorie: Hören

Ihr habt es wahrscheinlich schon bemerkt… ja, ich kaufe immer noch CDs! So richtige Alben halt, die man von vorne bis hinten durchhören und immer wieder Neues entdecken kann. Und der Jahrgang 2013 war dafür ein gutes Jahr – schon lange fiel mir die Wahl der besten CDs nicht mehr so schwer.

  1. Queens Of The Stone Age: …Like Clockwise
    Ich habs ja schon lange vermutet: Der coolste Typ der Rockmusik – Josh Homme – schreibt Pop-Songs. Gute Pop-Songs. Fantastische Pop-Songs. Bereits auf «Lullabies To Paralyse» anno 2005 konnte der geneigte Hörer dieses Phänomen bemerken. Jetzt hat er diese Fähigkeit auf die Spitze getrieben. QOTSA sind sozusagen im Mainstream angekommen. Und das möchte ich nicht schlecht verstanden wissen. Ganz einfach, weil sich seine Pop-Songs nie wie Pop-Songs anhören. Bei ihm kriegen sie immer etwas mehr mit. Pop-Songs with a twist! Für mich ihr bestes Werk bis anhin.
    Anspieltipps: The Vampyre Of Time And Memory, If I Had A Tail, Fairweather Friends.
  2. Jonathan Wilson: Fanfare
    Achtung, Räucherstäbchenalarm: Der kalifornische Neo-Hippie restauriert Folk und Psychedelia, als wäre 1969 nie vergangen. Zusammen mit befreundeten Gastmusikern wie den Westcoast-Grössen Crosby, Stills & Nash oder Jackson Browne schuf Jonathan Wilson ausufernde Lieder, in denen manchmal drei Songs versteckt sind. Üppige Gitarrensoli, Bläser und Streicher, Flöten und Orgeln schaffen Klangräume, die geradezu nach einer Cabriofahrt über amerikanische Highways schreien: Keep on ridin’!
    Anspieltipps: Dear Friend, Love To Love, Fazon.
  3. Foals: Holy Fire
    Grosse Momente für grosse Bühnen! «Holy Fire» erschien zwar schon Ende 2012, wuchs aber erst im Laufe des Jahres zu seiner wahren Grösse heran. Das liegt weniger an den offensichtlichen Hits sondern an den so genannten Growern. «Late Night» gehört ohne Zweifel zu den meist gespielten Songs auf meinem iPhone.
    Anspieltipps: Inhaler, My Number, Late Night.
  4. Maya Jane Coles: Comfort
    Endlich, bin ich versucht zu sagen… obwohl bestimmt nicht der erste Versuch in dieser Richtung, gelingt der jungen britischen DJane der Spagat zwischen elektronischen Sounds und klassischen Song-Strukturen hier perfekt. Deep House, Trip-Hop, Wave und Pop flirten sanft miteinander und entfalten eine wunderbar hypnotische Wirkung. Der House der Zukunft?
    Anspieltipps: Easier To Hide, Burning Bright, Everything.
  5. David Bowie: The Next Day
    Überraschung! An seinem 66. Geburtstag verkündet David Bowie sein Comeback und liefert nach zehn Jahren Stille ein fulminantes neues Studialbum ab. Und lässt sich standesgemäss von heutigen Koryphäen wie James Murphy u.a. remixen. Wie schon das von «Heroes» abgekupferte Cover vermuten lässt, korrespondiert hier der alte mit dem neuen Bowie.
    Anspieltipps: The Next Day, The Stars (Are Out Tonight), Love Is Lost [Hello Steve Reich Mix by James Murphy for the DFA].
  6. Arcade Fire: Reflektor
    Gleich nochmals James Murphy: in diesem Fall hat er als Produzent fungiert, die kanadische Alternative-Band einer gründlichen Renovation unterzogen und – wie schon sein eigenes Projekt LCD Soundsystem – aus dem Indie-Keller erfolgreich unter die glitzernde Discokugel geführt. Und als grosser Bewunderer David Bowies liess er den Meister auf dem Titelstück auch noch gleich mitsingen.
    Anspieltipps: Reflektor, Joan Of Arc, Afterlife.
  7. Lorde: Pure Heroine
    Die Sensation schlechthin: die 17-jährige Neuseeländerin gilt zu Recht als DIE Newcomerin im 2013. Ihr «Royals» ging in Windeseile um die Welt und erhebt Anspruch auf den Song des Jahres (oder war da noch was mit glücklich werden?). Ein Versprechen für die Zukunft – ich bin sehr gespannt, was da noch folgen wird…
    Anspieltipps: Tennis Court, Royals, Team.
  8. Matthew E. White: Big Inner
    Noch so ein Grower: dieses kleine Wunderwerk ist mir im Laufe des Jahres so richtig ans Herz gewachsen. Die eigenwillige Stilmischung aus Seventies-Soul, Sunshine-Pop, Avantgarde-Jazz und Prog kann vieles, z.B. die (wärmende) Aufgabe einer Bettflasche im Handumdrehen erfüllen. Real music by real musiciens!
    Anspieltipps: Big Love, Will You Love Me, Brazos.
  9. Valerie June: Pushin’ Against a Stone
    «Sie sieht aus wie ein Supermodel und singt wie eine 100-jährige Blues-Oma», hiess es in einer britischen Zeitung über Valerie June. Black-Keys-Mastermind Dan Auerbach entdeckte diese Singer-Songwriterin und produzierte deren Debut. Seither erobert die Dame aus Tennessee mit ihrer «Organic Moonshine Roots Music» den Globus. Verdient, wie mir scheint – an ihremBerner Konzert in der proppenvollen Turnhalle fühlten sich wohl so einige wie an einem lauen Sommer- und BBQ-Abend in den Südstaaten.
    Anspieltipps: Workin’ Woman Blues, Pushin’ Against A Stone, You Can’t Be Told.
  10. Pearl Jam: Lightning Bolt
    Der Blitz hat eingeschlagen! So poppig und eingängig hat man Pearl Jam zwar noch selten gehört. Und doch, unverkennbar… Im Gegensatz zu vielen Puristen, die jetzt Ausverkauf schreien, gefallen mir die neuen Songs und Einflüsse bestens. Wäre ja zu schön, diese  Weiterentwicklung im neuen Jahr auch live bewundern zu dürfen.
    Anspieltipps: Sirens, Lightning Bolt, Pendulum.

Aber hört und seht doch selbst:

sansibar wünscht allen fröhliche Festtage und ein 2014 voller Wunder.

23. December 2013 Von: Sandro Kategorie: Feiern

Hoch hinauf. Tief hinein.

08. September 2013 Von: Sibylle Kategorie: Wandern

Unsere Tour aufs Sidelhorn führt über kurvige Strassen zum Grimselhospiz. Gestärkt mit Kaffe im urchigen Hotel Handeck – wo der Familienausflug meines Vaters zu Kindeszeiten bereits hinführte – geht die Reise weiter in der Selbstbedienungsseilbahn (ein besonderer Spass) hoch über den Grimselsee zum Ausgangspunkt wandernder Aktivitäten.

Bergwärts führt der Weg durch gewölbte felsige Platten. Nach einer ersten Steilstufe gehts dem Bergrücken entlang hoch hinauf, begleitet von einem pfeifenden Wind, der die Wolken zum Tanzen und die Sonne zum Strahlen bringt. Unsere Beine führen uns den Berg hinauf, unsere Gespräche hinein in die Schönheit des Naturspektakels. Die Stauseen verleihen der Umgebung kraftvollen Ausdruck, doch die wahre Energie schöpfen wir aus der inspirierenden Natur. Quer durch massige Felsblocks schlängelt sich der Weg Richtung Gipfel. Oben angekommen stärken wir uns mit heissem Tee und Eingeklemmten, lauschen dem Wind und lassen uns vom atemberaubenden Panorama in seinen Bann ziehen.

Der Abstieg bereitet sich zuerst wieder felsig und bedarf des Einsatzes von Füssen und Händen. Unten breitet sich das Trübtenseeli ruhig vor uns aus. Immer wieder sticht aus der Umgebung ein intensiv bewachsener Felsrücken, einem schlafenden Urwesen gleich, demnächst bereit, sich für diese Zeit zu erheben. Die Fantasie wird in den Felsformationen in einem beflügelnden Masse angeregt und vielleicht verleiht uns genau dies die nötige Leichtigkeit für diese physisch anspruchsvolle Tour.

Dankbar für das gemeinsam bereichernde Erlebte, gönnen wir uns im Restaurant Neuhaus in Interlaken ein feines Fischessen bei angeregten Gesprächen und gemütlichem Sein.

Ein Hurrikan namens NIИ zieht über Zürich.

21. August 2013 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen

© by NIИ

Das erste und bisher letzte Mal habe ich Nine Inch Nails (NIИ) anno 2007 auf der Performance-Tour beim Rock Oz’Arènes gesehen. NIИ präsentierten für damalige Zeiten revolutionäre visuelle Effekte und erschütterten das ehrwürdige Amphitheater von Avenches in seinen Grundfesten. Ich war dermassen beeindruckt, dass ich mir schwor, diese Band nie mehr live sehen und hören zu wollen (weil das grad Erlebte eh nicht zu toppen wäre).

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Jimi Hendrix in Montreux?

23. April 2013 Von: Sandro Kategorie: Hören, Sehen

Jimi Hendrix in Montreux?

Oh yeah, diese Gitarre dürfte tatsächlich glühen am Montreux Jazz Festival, und zwar jeden Abend vom 13. bis 15. Juli 2013. Nach seinen viel bejubelten Gastspielen 2007 und 2009 wird Prince – und natürlich nicht Jimi Hendrix – dieses Jahr das Auditorium Stravinsky nämlich gleich 3 Mal zum Beben bringen.

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Detox: Entschlacken. Reinigen. Fasten. Fliegen.

14. April 2013 Von: Sibylle Kategorie: Wohlfühlen

Noch vor kurzer Zeit habe ich mich vehement gegen das Fasten ausgesprochen und noch heute erinnere ich mich bestens daran, welch intensive Diskussionen das Thema «Ernährung» in meiner Yoga-Ausbildung ausgelöst hat. Da prallen fundamentalistische Einstellungen aufeinander, denn in der heutigen Zeit ist ja jeder ein Ernährungsexperte.

Diesen Frühling habe ich mich dank professioneller und liebevoller Unterstützung von Sigrid Eikl (Ernährungsberaterin und Shiatsu-Therapeutin) und Alexandra Frei (Yogalehrerin, Inhaberin Yogamarket) ans Thema gewagt. Zusammen mit 20 weitern entschlossenen Yoginis stürzte ich mich ins Abenteuer. Eine Woche ohne Milchprodukte, Alkohol, Brot, weissen Zucker und Fleisch, 3 Tage Salate, Gemüse, Kartoffeln, 5 Tage ohne Essen. Allesamt ein vielseitiges Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Die ersten Tage sind schwierig, ab dem 2. Vollfasten-Tag geht’s einfacher. Die Energien fliegen hoch, die Sinne sind geschärft. Emotional habe ich mehr erwartet, aber um Erleuchtung zu erlangen, bedarf es eben doch einer längeren Zeit des Fastens oder der Lichtnahrung ;-)

Bald schon geht’s wieder ab in die volleren Sphären der Kulinarik. Sanft aber stetig. Ich freue mich!

Die CDs des Jahres 2012.

20. January 2013 Von: Sandro Kategorie: Hören

Fast, aber nur fast wäre mein 2012 ein Schweizer Jahr in der Musik geworden. Nachdem aber Stephan Eichers «L’Envolée» im Vergleich zur grandiosen Single «Le Sourire» doch etwas abfiel und mich Züri West insbesondere mit der lahmen Live-Umsetzung von «Göteborg» nicht zu überzeugen vermochten, blieb als strahlende Siegerin einzig die wunderbare Sophie Hunger übrig.

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Bella Roma – Amor.

06. January 2013 Von: Sandro Kategorie: Essen, Reisen, Sehen

Seit Jahren sprachen wir davon, einmal nach Rom zu reisen. Jetzt endlich war es soweit: übers Neujahr gings mit SkyWork bequem ab Belp gen Süden, Alpenflug inbegriffen.

Wie wohl in keiner anderen Stadt lässt sich hier das Flanieren, Cappuccino trinken, Shoppen (Nuvolari als heisser Tipp für die Herren) und Sightseeing ideal verbinden. So nahmen wir denn die Villa Borghese, die spanische Treppe und den Trevi-Brunnen quasi im Vorbeigehen. Pantheon, Foro Romano und Collosseo bestaunten wir etwas ausführlicher. Und dem Vatikan würdigten wir gar einen halben Tag: der im Voraus gebuchte Rundgang erwies sich als absoluter Volltreffer. Die deutschsprachige Fremdenführerin schaffte es während dem Rundgang durch die Museen, die sixtinische Kappelle (wo wir nach deren kurzfristigen Schliessung für eine private Messe des Papstes schlussendlich als Erste eintreten durften) und den Petersdom spielend, Geschichte lebendig zu machen. So haben wir Religionsunterricht und Kunstgeschichte während der Schulzeit definitiv nie vermittelt erhalten. Welch eindrückliche Bauten, Bilder und Skulpturen!

Auch kulinarisch hat Rom erwartungsgemäss einiges zu bieten. Allerdings wird geraten, das Ristorante oder die Osteria seines Vertrauens sorgfältig zu wählen (der alte italienische Trick «möglichst versteckt und einfach eingerichtet» hat sich wieder einmal bewährt – aber selbstverständlich blieben auch wir nicht von der berühmt-berüchtigten Touristenfalle verschont: bei Fertig-Pizza für 30 Euronen verging uns definitiv der Appetit!): im historischen Zentrum wärmstens empfehlen können wir die Osteria del Pegno in einer kleinen Gasse zwischen Tiber und Piazza Navona, die Antica Enoteca in der Via delle Croce sowie mit Abstrichen (überteuertes, etwas lieblos präsentiertes Silvestermenü) die Osteria Romana di Simmi in einer Nebengasse hinter dem Campo dei Fiori. Ausgezeichnet getafelt haben wir auch im Aristocampo in Trastevere (nachdem das gesuchte Da Augusto geschlossen war, zog uns das folgende Schild an dessen Eingang an: «We are against war and tourist menu!») sowie im Caminetto und Chez Cocò, beide in Parioli gelegen.

Parioli? Genau, in diesem Viertel nördlich des historischen Viertels hinter der Villa Borghese haben wir logiert. Dank einem Internet-Schnäppchen konnten wir uns die Tower Lodge mit Terrasse in der Villa Duse leisten. Die (für Rom untypische) ruhige Lage, die tolle Aussicht auf die Feuerwerke an Silvester und die fantastischen morgendlichen Sonnenaufgänge haben uns für die etwas abgelegene Lage reichlich entschädigt.

Ach, man würde am liebsten gleich noch ein paar Tage anhängen… in diesem Sinne: Ci vediamo!

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